2,5 Millionen Euro für neue Krankenhaus-Abteilung. Das Spital soll mit der geplanten Abteilung für Akut-Geriatrie älteren Patienten eine bessere Versorgung nach einer medizinischen Behandlung bieten.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 18. Dezember 2019 (06:28)
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Landtagspräsidentin Verena Dunst mit der Ärztin Christine Pungercic,
BVZ

Die erste Abteilung für Akut-Geriatrie und Remobilisation des Burgenlandes kommt nach Güssing. Insbesondere für ältere Patientinnen und Patienten ermöglicht die geplante Abteilung für Akut-Geriatrie und Remobilisation, nach einer medizinischen Behandlung, ein schnelleres zurückkehren in ihr gewohntes Umfeld.

2,5 Millionen Euro wird die KRAGES in diesen Ausbau investieren, 300.000 Euro werden zusätzlich in die Anschaffung einer Endosonographie fließen. In Planung befinden sich außerdem neue Wohnmöglichkeiten für das Krankenhauspersonal, hier ist eine Kooperation mit Wohnbaugesellschaften im Gespräch. „Therapeutische Fortschritte und technische Möglichkeiten erfordern eine Anpassung des Gesundheitssystems, damit allen Patientinnen und Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung zur Verfügung steht“, so Dunst.

Bedeutung für den Bezirk Güssing

Im Krankenhaus Güssing sind die Notfalls- und Akutambulanz sowie die Interne Abteilung inklusive einer Intensivüberwachung 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche im Betrieb. Für die Patienten ist so die medizinische Versorgung rund um die Uhr gesichert. Um den Transport für die Patienten zwischen den Krankenhäusern sicherzustellen, wird es im Südburgenland ein zusätzliches Einsatzfahrzeug geben. Als erster Standort im Burgenland wird es in Güssing eine Abteilung für Akut-Geriatrie und Remobilisation.

Damit Patienten nach schwerwiegenden Stürzen oder anderen medizinischen Gründen wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können, bedarf es Remobilisations-Maßnahmen, wie beispielsweise das Erlernen von eigenständigen Gehen oder Kochen, um den Alltag wieder alleine bestreiten zu können. Dabei handelt es sich um eine fächerübergreifende Weiterführung der Behandlung zur Wiederherstellung der Fähigkeit der selbstständigen Lebensführung. Zunächst wird mit 15 Betten gestartet. In weiterer Folge wird auf 24 Betten aufgestockt.

Die KRAGES wird sich außerdem zukünftig auf nicht besetzbare Kassenstellen für den Betrieb einer Primärversorgungseinheit bewerben. Christine Pungercic: „Während Hausärzte und Hausärztinnen bisher nur als „Einzelkämpfer“ - auch in wirtschafticher Hinsicht - in Erscheinung getreten sind, gehört zu jeder Primärversorgungseinheit mindestens auch eine diplomierte Krankenpflegerin, ein diplomierter Krankenpfleger, die schwerpunktmäßig für chronisch Kranke und ältere Menschen auch in der Therapie eingesetzt werden, z.B. in der Wundversorgung. Allein diese Erweiterung hat enorme Vorteile für Ärztinnen und Ärzte und stellt die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt.“