Güssing

Erstellt am 12. September 2018, 04:22

von Carina Fenz

Aus für Haubenlokal: Kroboth sagt leise Adieu. Schwierige Umstände und Rahmenbedingungen veranlassten Philipp Kroboth zur Schließung seines Lokals. Den Entschluss fasste der Gastronom während des Urlaubs.

„Ich bitte Euch um Verständnis und bedanke mich bei allen Gästen. Es war eine schöne Zeit, was man nicht leicht von einer Kanzlei behaupten kann“, verabschiedet sich Philipp Kroboth von seinem Lokal.  |  BVZ

„Die richtigen Worte zu finden, um mitzuteilen, dass man etwas beendet, was man mit großer Begeisterung begonnen hat, fällt schwer“, verkündet Philipp Kroboth auf Facebook das Aus für seine „Kanzlei“ in Güssing. Der Gastronom hat „reiflich überlegt und sich die Entscheidung nicht leicht gemacht“, aber auf der Suche nach einer neuen gastronomische Herausforderung ist der Güssinger in seinem Betriebsurlaub fündig geworden.

„Dieser neuen Chance den Vorzug zu geben, ist letztlich auch den schwierigen Umständen und Rahmenbedingungen geschuldet, denen ich mich bisweilen zu stellen hatte“, neckt der Haubenkoch, der sich erst vor drei Jahren den Traum vom eigenen Lokal verwirklicht hat, auch ein wenig mit der Gemeinde und dem Tourismusverband in Güssing an.

„Viel versprochen und nichts ist passiert“

„Die fehlenden Parkplätze, das Hick-Hack mit der Einbahnregelung und fehlende Zusammenarbeit mit anderen Gastrobetrieben bei Events im Zentrum haben meine Entscheidung bekräftigt. Mir wurde viel versprochen und nichts ist passiert“, zeigt sich Kroboth enttäuscht. Bürgermeister Vinzenz Knor will die Kritik nicht gelten lassen. „Für Güssing ist es schade, wir haben uns bemüht“, so Knor.

Kroboth führt seine Entscheidung aber auch auf die schwierige Personalsuche zurück. „Personal zu finden ist schwer. In der Gastronomie Personal zu finden ist sowohl für Unternehmen, als auch das AMS eine teilweise unüberwindbare Aufgabe“, sagt der Haubenkoch, der als Küchenchef in Wien eine neue berufliche Heimat gefunden hat. Das liebevoll eingerichtete Haubenlokal sucht jedenfalls einen neuen Besitzer. „Ich habe viel investiert und es wäre schön, wenn davon etwas weiterlebt“, hofft Kroboth auf einen Neustart für sein Lokal.