Ausschreibung nach weiterem Abgang im Krankenhaus

Erstellt am 09. Juni 2022 | 05:30
Lesezeit: 3 Min
Krankenhaus Güssing Spital Symbolbild
Das Krankenhaus Güssing
Foto: BVZ-Archiv
Nach dem Abgang von Irmgard Luisser, hat jetzt auch Susanna Wagner die Leitung des Brustgesundheitszentrums in Güssing zurückgelegt. Die KRAGES schreibt die Leitung neu aus und ist derweilen damit beschäftigt, Ruhe ins Personal zu bringen.
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Die Leitung des Brustgesundheitszentrums Pannonia Süd im Krankenhaus Güssing wird jetzt neu ausgeschrieben. Nachdem Leiterin Irmgard Luisser die KRAGES verlassen hat, geht nun auch ihre Nachfolgerin Susanna Wagner überraschend. Wie die BVZ berichtete, hat es zwischen Luisser und der KRAGES unterschiedliche Auffassungen zur Ausrichtung des Hauses gegeben.

Mit Luisser haben dann weitere Ärzte das Spital verlassen. Die Angelegenheit wurde zum Politikum, kurzfristig fand sich mit Susanna Wagner jedoch eine Nachfolgerin für die Leitung des Brustgesundheitszentrums. Jetzt allerdings geht auch Wagner nach nur wenigen Tagen in ihrer neuen Position.

Die KRAGES spricht im Fall von Luisser von einer einvernehmlichen Trennung und im Fall Wagners von einer kurzfristigen Absage aus persönlichen Gründen. Die Erweiterungspläne in Sachen Brustgesundheit bleiben in jedem Fall aufrecht, verkündete die KRAGES, zugleich wird die Leitung neu ausgeschrieben. Gesucht werden eine Fachärztin oder ein Facharzt für Chirurgie oder Gynäkologie mit mammachirurgischer Erfahrung.

Die Aufgabe der neuen Leitung werde es sein, das Brustgesundheitszentrum weiter zu entwickeln und in Zusammenarbeit mit dem Standortleiter und dem Abteilungsvorstand der Chirurgie im Krankenhaus Oberwart ein neues ärztliches Team zu formen. Ziel sei, dass ein interdisziplinäres Zentrum für Senologie (Brustgesundheit) entsteht.

Versorgung von Patientinnen gesichert

Bis zur Neuaufstellung des Teams, garantiert die KRAGES, ist die Versorgung von Brustkrebspatientinnen gesichert. Hier arbeite man eng mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sowie den chirurgischen Abteilungen der Krankenhäuser Oberwart und Güssing zusammen. Im Personal selbst, welches durch die Personalrochaden verunsichert sei, will man vermitteln und zeigen, dass der Standort Güssing Zukunft hat.

Politisch sorgte der weitere Abgang für neuerliche Angriffe der VP. Einmal mehr fordern die Bezirksparteiobmänner Walter Temmel und Bernd Strobl ein „vollwertiges Krankenhaus für den Bezirk“ und sprechen davon, dass die „aktuelle Personalflucht und die panische Personalsuche, der Beleg dafür sind, dass der Kahlschlag schlimme Folgen hat.“ „Dieses andauernde Schlechtreden ist kontraproduktiv und interessiert weder MitarbeiterInnen noch PatientInnen“, kontert SPÖ-Abgeordneter Wolfgang Sodl dem VP-Duo und weist auf die intensiven Bemühungen zu einer Neuaufstellung hin.

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