Burgrestaurant sucht neuen Pächter. Nach zwölf Jahren auf der „Hochzeitsburg“ ziehen sich Managerin Elisabeth Csandl und Koch Harald Schmirl zurück. Jetzt wird nach einem Nachfolger gesucht.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 11. September 2019 (04:30)
Das wunderbarschöne und stilvolle Ambiente der Burg lockt immer mehr Brautpaare aus Nah und Fern an, um hier den schönsten Tag ihres Lebens zu verbringen.
Burgstiftung Güssing

Seit einiger Zeit brodelt die Gerüchteküche rund um das Burgrestaurant. Immer wieder ist von Abwanderungsplänen von Managerin Elisabeth Csandl und von Koch Harald Schmirl zu hören.

Neuer Pächter ab 2021 gesucht

„Ich werde mein Pachtverhältnis mit der Burgstiftung Güssing mit 31. Dezember 2020 beenden“, erklärt Elisabeth Csandl auf Nachfrage der BVZ. „Eigentlich wollte ich schon nach dieser Saison 2019 mein Pachtverhältnis beenden jedoch haben uns einige Bekannte und Freunde aus Güssing gebeten 2020 noch auf der Burg zu bleiben, weil sie noch gerne mit uns ( Elisabeth Csandl und Harald Schmirl ) ihre Hochzeit auf Burg Güssing abhalten wollen. Nach zwölf Jahren Burg Güssing ist mein Akku leer und somit suche ich eine neue Herausforderung und Aufgabe.“

Die Burg ist eine beliebte Hochzeits-Location geworden, durchschnittlich finden hier über 30 Hochzeiten pro Saison statt. Zu diesem Erfolg haben auch Elisabeth Csandl und Harald Schmirl beigetragen. „Es war eine schöne Zeit auf Burg Güssing und ich glaube wir haben das Burgrestaurant Güssing sehr belebt und weit über das Land hinaus bekannt gemacht aber jetzt ist die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen“, resümieren sie.

Dankbar für großes Engagement

„Elisabeth Csandl und Harald Schmirl haben schon öfters mit mir gesprochen, dass beide sich verändern wollen und letzten Freitag haben sie mir auch offiziell mitgeteilt, dass das Pachtverhältnis mit 31. Dezember 2020 enden soll. Natürlich tut es mir sehr leid. Ich bin mit beiden nicht nur beruflich in Kontakt, wir sind auch persönlich eng befreundet. Elisabeth Csandl ist eine kompetente Managerin und Harald Schmirl ist ein wahrer Meisterkoch“, erklärt Burgadministrator Gilbert Lang.

„Mit Harald und Elisabeth verlieren wir ein verlässliches und kompetentes Gastronomieteam auf der Burg“, bedauert Lang, „viele positive Schreiben von Brautpaaren und Restaurantgästen liegen vor. Aber auch alle Güssingerinnen und Güssinger und ich selbst sind vom Burgrestaurant begeistert. Über mögliche Nachfolger kann derzeit überhaupt nichts gesagt werden, es wird nun die Aufsichtsbehörde und der Stiftungsbeirat bei den nächsten Sitzungen informiert. Ich bin mir aber sicher, dass wir für 2021 eine vernünftige Lösung finden werden. Elisabeth und Harry kann man nicht ersetzen, das ist klar, die möglichen Nachfolger werden dann ihre Linie im Burgrestaurant umsetzen. Hochzeitsanfragen werden natürlich auch schon für 2021 entgegengenommen. Jetzt heißt es aber für 2019 und 2020, so wie bisher mit gewohnter Professionalität und kulinarischer Qualität für die Burggäste weiter da zu sein.“

Hochzeitsburg mit lokalem Nachfolger?

Als möglicher Nachfolger ist unter anderem Jochen Lackner vom Hotel „Der Freiraum“ im Gespräch. „Man ist an uns herangetreten und hat gefragt, ob wir an dem Burgrestaurant Interesse haben. Es gibt aber weder konkrete Verhandlungen noch Pläne dazu. Wir wollen uns zwar um einen Gastronomiebetrieb erweitern, da dies von unseren Gästen immer wieder gewünscht wird, aber wir wissen noch nicht, ob wir unser Hotel ausbauen oder eine andere Lösung finden werden“, führt Jochen Lackner dazu aus.