Der erste Entwurf für KUZ-Umbau

Erstellt am 30. Juni 2022 | 05:05
Lesezeit: 3 Min
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LIB-Architekt Ralph Steffek, Projektleiter Anton Grosinger, Bürgermeister Vinzenz Knor, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Geschäftsführerin DI Barbara Weißeisen-Halwax von den Kultur Betrieben Burgenland (v.l.).
Foto: Silke Katschner
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil präsentierte nach einjähriger Konzeptionsphase am Montag die Umbaupläne für das Güssinger Kulturzentrum; jetzt folgt der Architektenwettbewerb.
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Fast ein Jahr ist es her, dass sich die Güssinger Bevölkerung per Volksabstimmung für die Sanierung des KUZ entschieden hat. Das bestehende Gebäude wird nach den Auflagen des Denkmalschutzamtes generalsaniert. Der Veranstaltungssaal bleibt erhalten und wird für 500 Sitzplätze ausgelegt; der Innenhof wird überdacht und mit Außenbühne ausgestattet.

Das neue KUZ werde noch attraktiver als bei der Volksbefragung angedacht, verkündete Doskozil: „Als zusätzlichen Aspekt haben wir über das ursprüngliche Konzept hinaus nun auch eine Open-Air-Arena samt Outdoor-Bühne vorgesehen. Das wird diesen Standort zusätzlich aufwerten. Das was zugesagt wurde, wird eingehalten und umgesetzt.“

Ende des Jahres wird eine Jury den Gewinner des sechs Monate langen, europaweiten Architektenwettbewerbs ermitteln, 2023 soll das Ergebnis genehmigungsfähig gemacht, Ende 2023 mit dem Bau begonnen werden. Voraussichtlich soll das KUZ Ende 2025 eröffnet werden. Hinsichtlich der Kosten sei noch nicht absehbar, ob das vorgesehene Budget gesprengt werde oder nicht. Doskozil: „Wir haben den Anspruch, im Rahmen von 21 bis 25 Millionen Euro zu bleiben; doch jetzt ist das schwer zu sagen.“

Die Umsetzung des Projekts übernahm die LIB (Landesimmobilien Burgenland). Projektleiter Anton Grosinger: „Seit der Volksbefragung wurden Vermessungen und Materialprüfungen – insgesamt 220 Messungen – des Gebäudes durchgeführt. Die Projektstudie ist gelungen; ein nachhaltiges Energiekonzept mit PV-Anlage ist geplant.“

Bürgermeister Vinzenz Knor bedankte sich dafür, dass „einer der schönsten Radwege neben der Strem auch in die Planungen miteingebunden werden und die Gastro seinen Platz findet.“ Während den Umbauarbeiten wird auf den Stadtsaal ausgewichen.

Investitionen in die Burg, Ausstellung wird verlängert

Seitens des Landes wird ebenso in das Wahrzeichen der Stadt investiert. „Wir sind in gutem Austausch mit den Batthyánys und die Burg wird weiterentwickelt. Wir haben seit dem Jahr 2020 seitens des Landes über die Stiftung mehr als 400.000 Euro in die Burg investiert“, fügt Doskozil an.

Das Land bekenne sich dazu, dass die Burg erhalten bleiben muss und mit dem Schwerpunkt auf Ausstellungen weiterentwickelt werden soll. Als Vorgriff werde das Land daher die Ausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum „Von Deutschwestungarn nach Österreich“, die eigentlich im Oktober ausgelaufen wäre, auf 2023 verlängern. Für 2024 ist eine neue Sonderausstellung geplant: 500 Jahre Familie Batthyány auf Burg Güssing (1524 bis 2024). Die geplante Dauer wurde auf 15. März 2024 bis 31. Oktober 2024 festgelegt.

Mondschein kritisiert Pläne

Für ÖVP-Vize Alois Mondschein kommen die Pläne zu spät. „Vor 2025 wird hier nichts passieren. Die SPÖ-Verzögerungstaktik geht weiter. Auch, dass lediglich 500 Plätze indoor geplant sind, ist eine Farce. Denn so müssen große Veranstaltungen, wie zum Beispiel Maturabälle, wieder einmal nach Oberwart ausweichen.“

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