Energiewende: Wissen wo‘s herkommt

Erstellt am 17. März 2022 | 05:20
Lesezeit: 3 Min
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„Wir sind nicht jemand, der baut und weg ist, sondern wir sind dann noch enger verwurzelt mit der Gemeinde. Wir haben für die Zukunft sehr viele nachhaltige Energie- und soziale Projekte vor“, sagt Stephan Sharma.
Foto: Silke K.
Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma meldet sich zum brisanten Thema Photovoltaikanlage in Güssing zu Wort.
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Nachdem in den letzten Wochen die geplante 120 Hektar PV-Anlage in Güssing immer wieder für Aufregung sorgte, - die Güssinger Mondschein-ÖVP lehnt das Projekt strikt ab und will mit geplanter Volksbefragung und Gemeinderatssitzung, das von der SPÖ-Mehrheit beschlossene Vorhaben verhindern - versucht nun Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma über das genehmigte Projekt aufzuklären.

„Billiger Strom für die Güssinger, wirtschaftliche Beteiligung an dem Projekt und die Gemeinde bekommt auf die nächsten 40 Jahre zusätzliche Einnahmen.“ Die drei wesentlichen Vorteile der Photovoltaikanlage in Güssing sind schnell zusammengefasst und vor allem in den aktuell vorherrschenden Zeiten hat die (saubere) Energieunabhängigkeit oberste Priorität. Die Güssinger Einwohner als auch die Umwelt werden von der Anlage profitieren.

Die Bevölkerung in Wimpassing hat sich gegen das Vorhaben in ihrer Gemeinde ausgesprochen; die Energie Burgenland fokussiert sich auf ihre zahlreichen, anderen Projekte. „In Wimpassing wird das Projekt nach der Volksbefragung nicht weiterverfolgt, andere Projekte werden vorgereiht.

Anders als in Güssing war die Fläche in Wimpassing noch nicht mal umgewidmet. Es ist völlig unverantwortlich, hier politischen Aktionismus zu betreiben. Es ist skurril, dass wir in Güssing über ein von allen Instanzen und Aufsichtsbehörden rechtens genehmigtes Projekt diskutieren. Gleichzeitig schaffen wir regionale Wertschöpfung und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde auf die nächsten 40 Jahre“, sagt Sharma klar und deutlich.

Energie Burgenland garantiert fixen Strompreis

GüssingerInnen können sich bereits jetzt über das SonnenAbo ihre Paneele reservieren und bekommen auf sieben Jahre einen fixen, monatlichen Strompreis zugesichert. „Ein typischer, burgenländischer Haushalt benötigt um die 15 Paneele. Auf der Website kann man seine Paneele reservieren, die Dauer auswählen und weiß, wo der Strom produziert wird und wie viel man monatlich dafür bezahlt“, fasst Sharma zusammen.

Weiters gibt es für GüssingerInnen die Möglichkeit, sich wirtschaftlich an der PV-Anlage zu beteiligen. Sharma: „Was bekommt man dafür? Garantierte 1,5 Prozent Fixverzinsung aus dem Projekt.“ Die Gemeinde selbst profitiert durch zusätzliche Einnahmen. Auf die nächsten 40 Jahre werden das etwa über 3,3 Millionen Euro für Güssing sein – die gesetzliche Regelung sieht vor, dass Gemeinden zusätzlich Geld für ihre Anlagen erhalten. Auf Güssing bezogen setzt sich das wie folgt zusammen: 700 Euro pro Hektar (120 Hektar insgesamt) pro Jahr, auf 40 Jahre.

Raus aus der Energieabhängigkeit

„Wir sind davon überzeugt, das Burgenland energieunabhängig zu machen und wollen, dass Gemeinden und Bürger davon profitieren. Der produzierte Strom in Güssing gehört rein den Güssingern. In einer Zeit, wo Strom- und Spritpreise explodieren, Gas das 10-fache kostet, ist das die Antwort auf diesen furchtbaren Krieg und die Abhängigkeit von Gas aus Russland und Atomstrom aus Osteuropa“, schließt Stephan Sharma.

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