Güssing

Erstellt am 06. Februar 2019, 05:04

von Dorothea Müllner-Frühwirth

Ideen für eine bunte Innenstadt. Spannende Ideen wurden von Schülern der HTL und Studenten der FH präsentiert, nun sind die Güssinger am Zug.

Besonders lässig. Eine Seilrutsche von der Burg zu den Fischteichen.  |  BVZ

Seit einigen Monaten sind Studenten der FH Joanneum Graz und Schüler der HTL Pinkafeld in und rund um Güssing unterwegs. Sie haben sich auf die Suche nach Ideen für Projekte gemacht, die die Stadt und das Umfeld beleben sollen. Am vergangenen Freitag wurden die Visionen der Bevölkerung präsentiert.

Großer Andrang und innovative Ideen

Die Plätze im Technologiezentrum waren alle besetzt, die Vortragenden freuten sich über das große Interesse der Güssinger. Einige der Ideen haben einen futuristischen Charakter, andere wieder scheinen auch kurzfristig gesehen umsetzbar zu sein. In jedem Fall wurde ein Zeitplan zu jedem Projekt erstellt. „Es sind tolle Ideen, die die Studenten und Schüler haben. Ich bin gespannt, welche Reaktionen von der Bevölkerung kommen, und welche Ideen die Güssinger noch einbringen werden“, freut sich Bürgermeister Vinzenz Knor über die innovativen Konzepte. Ein Infopoint im Zentrum Güssings steht in den nächsten drei Wochen täglich (außer Mittwoch und Sonntag) für Interessenten von 9 bis 13 und von 16 bis 19 Uhr offen. Hier können Modelle und Pläne besichtigt und eigene Ideen eingebracht werden.

Irene Berto,Benjamin Sasdi, Wolfgang Schmied, Alfred Bramberger, Tim Lüking freuen sich über das große Interesse der Bevölkerung und die tollen Ideen der Schüler und Studenten.  |  Sasdi

Ins Leben gerufen wurde die Initiative von den HTL-Lehrern Benjamin Sasdi und Irene Berto, die dabei von den FH-Professoren Wolfgang Schmied, Alfred Bramberger und Tim Lüking unterstützt werden. „Wir sind sehr begeistert, diese Projekte haben alle etwas besonderes. Natürlich sind auch außergewöhnliche Ideen dabei, aber auch solche, die rascher umgesetzt werden können, wie zum Beispiel mit Besitzern der Leerstände in Kontakt zu treten, um in den leeren Gebäuden Zimmer für Hotelgäste zu machen, oder eine Bäckerei, die den Gästen Frühstück anbietet. Wenn das anläuft, kann man an ein Hotel denken, an einen Parkplatz und so weiter. Es beginnt nun eine sehr schöne Phase. Wir möchten die Bevölkerung zu uns holen und ihre Meinung hören. Das wird Einfluss haben auf das Stadtentwicklungskonzept“, erklärt Irene Berto. Darauf folgen Expertenworkshops und Stakeholder-Workshops, damit alle Bereiche sich einbringen können. Dann wird ein Gesamtkonzept ausgearbeitet, das im Frühling 2020 präsentiert wird.