Internationales Projekt im Anflug: Speicher für Strom. Positive Zwischenbilanz von „SHAR-Q“ und neues Projekt in den Startlöchern: ein Großspeicher.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 08. August 2018 (04:13)
BVZ
Erfolgreiche Zwischenbilanz. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Projektpartner, um über Fortschritte und Erkenntnisse zu berichten.

Seit eineinhalb Jahren sind das Europäische Zentrum für Erneuerbare Energie Güssing sowie der lokale Stromnetzbetreiber Energie Güssing, als Teil eines internationalen Konsortiums, mit den Arbeiten im Forschungsprojekt „SHAR-Q“ beschäftigt und können eine überaus positive Zwischenbilanz ziehen. Konkret geht es darum, Strom, der in dezentralen Photovoltaikanlagen erzeugt wird, so effizient wie möglich zu verteilen und zu nutzen.

Strom produzieren und effizient einsetzen

Durch die Einbindung von Batteriespeichersystemen inklusive Stromtankstellen und Elektroautos soll es gelingen, den Strom vor Ort zu verbrauchen und das Stromnetz so wenig wie möglich zu belasten. Eine bereits fertiggestellte Online-Plattform wird darüber hinaus die digitale Vernetzung der Anlagen und Systeme sicherstellen.

„Das geht dann so weit, dass der Endverbraucher, der gerade zu viel Strom erzeugt, diesen mit einer Handy-App bei seinem Nachbarn in dessen Stromspeicher zwischenlagern kann“, erklärt ökoEnergieland-Geschäftsführer Joachim Hacker den praktischen Nutzen.

Neben Pilotregionen in Portugal und Griechenland ist auch die Klima- und Energie Modellregion ökoEnergieland in die Pilotaktivitäten eingebunden. Aktuell werden bereits erste Tests mit Photovoltaikanlagen und Speichersystemen in der Region durchgeführt und mit der Vernetzung der Systeme begonnen.

Dank der erfolgreichen Zwischenbilanz steht bereits das nächste Projekt im ökoEnergieland in den Startlöchern, nämlich ein internationales Forschungsprojekt zum Thema Großspeicher und Insellösungen. Das gehe in eine ähnliche Richtung wie „SHAR-Q“, verrät Hacker, gehe aber noch einen Schritt weiter: „Das Projekt wird sich mit Speichertechnologien und Großspeicher für Strom beschäftigen, ein solcher wird dann auch neu gebaut.“

Warum sich gerade das ökoEnergieland für dieses Projekt eignet? „Weil es hier ideale Voraussetzungen gibt: Biomasse- und Photovoltaikanlagen erzeugen Energie, außerdem kann man in einem ‚kleinen‘ Netz viel besser testen, als in einem ‚großen‘.“