50 offene Lehrstellen im Südburgenland. Der Arbeitsmarkt entspannt sich. Trotz der guter Quote sind noch immer viele Jobs unbesetzte — vor allem Lehrstellen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. September 2018 (04:06)
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APA (Pfarrhofer)

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit in den Bezirken Güssing und Jennersdorf gesunken. Ein Grund: Viele Unternehmen profitieren von der guten Konjunktur, die Auftragsbücher sind voll, eine Auslastung ist beim vielen bis Ende dieses Jahres gegeben, das ist auch für den Arbeitsmarkt entspannend.

Spitzenreiter im Burgenland ist nach wie vor das AMS Jennersdorf, wo die Arbeitslosigkeit am stärksten rückläufig ist. „Wir konnten die Vermittlungen extrem steigern, und zwar in allen Altersschichten. Wir nützen derzeit den Rückenwind am Arbeitsmarkt und vor allem die gute Konjunktur in der Steiermark, das ist eine große Chance für unseren Bezirk“, erklärt AMS-Leiter Harald Braun. Zahlreiche Jennersdorfer haben durch den massiven Ausbau der Firma Magna einen neuen Job bekommen.

Besetzung der Lehrstellen als größtes Problem

Sowohl im Bezirk Güssing, als auch im Bezirk Jennersdorf ist die Besetzung der Lehrstellen das größte Problem. Insgesamt sind mehr als 50 Lehrstellen offen. „Das Interesse an einer Lehre ist überschaubar, wir versuchen aber trotzdem, so viele Plätze, wie möglich zu vermitteln, aber viele junge Menschen entscheiden sich für die Schulausbildung“, weiß Braun. Die positiven Nachrichten am Arbeitsmarkt sind auch für die Politik ein schöner Erfolg. „Im Bezirk Jennersdorf werden der bereits begonnene Bau der S7 und die Betriebsansiedlungen im Businesspark Heiligenkreuz für zusätzlichen Rückenwind sorgen. Wir haben Aufbruchsstimmung in der Region. Das müssen wir nutzen, um die Trendwende am Arbeitsmarkt nachhaltig abzusichern“, freut sich Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker (SPÖ).

Landesrätin Verena Dunst und FSG-Bezirkssekretär Edmund Artner warnen vor Einschneidungen durch das neue Arbeitszeitgesetz: „12 Stunden zu arbeiten kann bedeuten, dass die Arbeitnehmer in Zukunft um die besser dotierten Überstundenzuschläge umfallen können.“