Landtagspräsidentin Verena Dunst: Geld statt Applaus

Landtagspräsidentin Dunst will rasche Maßnahmen, um den Menschen eine finanzielle Absicherung zu gewährleisten.

Erstellt am 30. April 2020 | 05:42
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Unterstützung in der Krise wichtiger denn je. Michael Pieber, Landtagspräsidentin Verena Dunst und Edmund Artner.
Foto: Leeb

Seit Beginn der Coronakrise laufen die Telefone bei Arbeiterkammer und ÖGB heiß, bestätigt ÖGB-Regionalsekretär Güssing und Jennersdorf Edmund Artner. Vor allem die Kurzarbeit sei derzeit ein großes Thema. „Im Bezirk Güssing wurden 215 Anträge auf Kurzarbeit eingebracht, davon 100 genehmigt. Im Bezirk Jennersdorf sind es 130 Betriebe, davon 42 genehmigt“, sagt Artner.

Landtagspräsidentin Verena Dunst ist von den hohen Arbeitslosenzahlen im Landessüden alarmiert. „Dies betrifft vor allem jene Menschen, die in Kleinst- und Kleinbetrieben arbeiten. Im Bezirk Güssing sind von 8.900 Beschäftigten die Hälfte in Kleinstbetrieben mit bis zu zehn Beschäftigten. Existenzen stehen hier auf dem Spiel, da Firmen schließen müssen und Arbeitnehmer und Unternehmer gleichermaßen vor den Trümmern ihrer Existenz stehen“, so Dunst.

Michael Pieber von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus und Papier Burgenland fordert den „Corona-Tausender“ für jene Menschen, die täglich das Haus verlassen müssen um zu arbeiten und damit einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Vom Applaus alleine könne man nicht leben, so Pieber. Gute Nachrichten gibt es für Lehrlinge, die ihre Ausbildung nicht abschließen konnten. Sie werden für den Verdienstentgang entschädigt.