Lokal Rina‘s schließt aus Personalnot

Erstellt am 22. September 2022 | 05:59
Lesezeit: 3 Min
Kerstin Penz-Katschner musste ihr Lokal in Güssing schließen. Monate hat sie die Arbeit von bis zu drei Leuten übernommen und mehr als 100 Stunden in der Woche gearbeitet.
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Im April 2019 hat sich die gebürtige Limbacherin Kerstin Penz-Katschner mit dem Rina‘s ihren Lebenstraum erfüllt. Es war damals der Zufall, der sie in die Hauptstraße 27 führte, in der zuvor Philipp Kroboth in der „Kanzlei“ aufgekocht hat.

Der Traum vom eigenen Gastronomiebetrieb war in Sachen Herausforderung für Penz-Katschner aber von Beginn an groß. „Den ersten Geburtstag des Lokals feierten wir im Lockdown, ebenso den zweiten“, blickt sie zurück. Trotz aller Umstände, war das Lokal gut besucht.

„Wir haben zum Schluss sogar schon Leute abweisen müssen, weil wir es nicht mehr geschafft hätten“, erzählt sie. Die größte Schwierigkeit nämlich den Betrieb aufrecht zu erhalten, war es Personal zu finden. Der Personalmangel war es letztendlich auch, der die Gastronomin zum Aufgeben gezwungen hat.

„Das ist aber nicht ohne Grund gekommen, sondern das war eine Entscheidung, die ich für meine und die Gesundheit meiner Mitarbeiter getroffen habe. Als Chefin habe ich die Arbeiten von drei Leuten übernommen und so mehr als 100 Stunden pro Woche gearbeitet“, erzählt sie.

Schlechte Work-Life-Balance schreckt ab

Mehrere Monate hat Penz-Katschner versucht, Mitarbeiter zu finden. „Drei Stellen waren ausgeschrieben, erfolglos“, so Penz-Katschner. Die Bezahlung sei gar nicht das größte Problem, sondern es gehe vor allem um die Work-Life-Balance, die man im Bereich der Gastronomie nicht so leben könne, wie in einem anderen Job.

„Viele Leute, die sich vorstellen waren haben gleich von Beginn an deponiert, dass sie nicht an Feiertagen oder Wochenenden arbeiten wollen“, erzählt Penz-Katschner über die schwierige Personalsuche.

Ein Umstand, der sich so schnell nicht bessern würde, ist Penz-Katschner überzeugt. Der Gastronomie will sie nach einer kurzen Auszeit, „um wieder zu Kräften zu kommen“ auch weiterhin treu bleiben, aber auf jeden Fall personalunabhängiger.

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