ÖVP startet Petition zu Veranstaltungszentrum. Nach der Gemeinderatssitzung zeigt sich die ÖVP unzufrieden und leitet Schritte in puncto Veranstaltungszentrum ein.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 12. November 2020 (04:32)
Das Kulturzentrum steht im Mittelpunkt der Diskussionen. Soll es neu adaptiert werden, oder soll auf der Burg investiert werden?
BVZ

Bei der Gemeinderatssitzung in der Vorwoche hat die Stadt-ÖVP auf Punkt sieben einen eigenen Antrag gestellt: „Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Güssing wird aufgefordert, an das Land Burgenland heranzutreten, um eine Sanierung und Erhaltung der Burg Güssing als historisches Kulturgut sowie die Errichtung eines neuen Veranstaltungszentrums in Güssing zu erreichen.“

Die Abhandlung dieses Begehrens löste bei ÖVP-Vizebürgermeister Alois Mondschein und seinem Team jedoch keine Zufriedenheit aus.

ÖVP besteht auf Ausbau beider Spielstätten

Der Beschluss, der daraufhin gefasst wurde, ist für die Stadt-ÖVP nicht ausreichend. „Der Bürgermeister wird aufgefordert, an das Land Burgenland heranzutreten, um sicherzustellen, dass schon bei der Vorbereitung der Entscheidungs- und Projektgrundlagen die Interessen der Stadt Güssing sowie der Güssinger Kulturschaffenden und Vereine bestmöglich berücksichtigt werden“, lautet die finale Antragstellung.

Zuwenig und nicht zielführend, wie Vizebürgermeister Alois Mondschein erläutert: „Für mich ist das ein Verrat an der Stadt. Güssing hat derzeit sowohl das Kulturzentrum als auch die Burg und so muss es auch bleiben. Die Stadt-SPÖ mit Knor und Brenner müssen Rückgrat zeigen und den Plan von Landeshauptmann Doskozil, nur in ein Bauwerk investieren zu wollen, korrigieren. Ich fordere Knor und Brenner auf, die Angst vor dem allmächtigen Landeshauptmann abzulegen und für Güssing einzustehen.“

Mondschein fordert weiter: „Wir werden eine Allianz mit den Güssingerinnen und Güssingern bilden und werden daher eine Petition starten. Die ÖVP-Güssing fordert in dieser Petition: Die Restaurierung der Burg und somit die Erhaltung als historisches Kulturgut. Somit kann die Burg ein Alleinstellungsmerkmal haben und die Renovierung und Erweiterung des Kulturzentrums oder die Errichtung eines neuen Veranstaltungszentrums mit großem Festsaal. Maturabälle sollen in Zukunft auch wieder in größerem Rahmen möglich sein. Der Abänderungsantrag der SPÖ ist eine Farce und beinhaltet neben viel Blabla wieder das Entweder-oder. Das ist inakzeptabel.“

Stadt-SPÖ wird Gespräche führen

Bürgermeister Vinzenz Knor erklärt die weitere Vorgangsweise: „Ich habe den Auftrag bekommen vom Gemeinderat, mit dem Land und allen Vereinen Gespräche zu führen und danach die Anliegen und Resultate weiterzuleiten. Ich bin froh, dass in Güssing so viel Geld investiert werden soll.“