Pläne für Lokal auf der Kippe

Mit dem Wasser zu Füßen und der Burg in der Ferne wollte das „RambaZander“ die Besucher stimmungsvoll empfangen.

Erstellt am 03. September 2020 | 06:01
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Idyllischer kann ein Platz nicht sein. Der Fischteich in greifbarer Nähe, in der Ferne ragt die Burg in den Himmel – das neue Lokal „RambaZander“ würde seinen Gästen nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch einiges bieten. Ob Winter oder Sommer, durch die weitläufigen Glasfronten gäbe es Natur hautnah zu jeder Jahreszeit. Doch ob das Projekt realisiert wird, steht noch nicht fest.

Eine Investorengruppe möchte mit dem „RambaZander“ die Burgstadt bereichern und ist dafür bereit, zu investieren. „Die Gegend hier ist so schön. Als in Folge des Stadtentwicklungskonzepts der Wunsch der Bevölkerung nach einem Lokal am Fischteich aufkam, dachten wir, dass das eine gute Idee ist. Und Gastronomie direkt am Wasser funktioniert überall gut“, erzählen die Investoren. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort kam man auf das ehemalige Tennisgelände, das im Besitz der Gemeinde ist und alle gewünschten Kriterien der Bauherren vereinen würde. Er ist auch vom Stadtzentrum aus fußläufig erreichbar, liegt direkt am Fischteich und es gibt eine Anbindung zur Bundesstraße.

Biker wollen ihr Vereinshaus behalten

Doch es gibt einen Wermutstropfen in der Vision vom „RambaZander“: das alte Tennisgebäude wurde 2014 an den Bikerclub Güssing-Jennersdorf, der 30 Mitglieder zählt, vermietet. Obmann Klaus Ertl hat mit seinen Kollegen viel Arbeit, Herzblut und Geld in das marode Gebäude investiert, wie er berichtet: „Das Haus war in keinem guten Zustand, wir haben mindestens 60.000 Euro hineingesteckt und haben alles in reiner Eigenleistung renoviert.“ Somit wünscht sich der Bikerclub ein adäquates Vereinsheim, falls der Platz geräumt werden muss. Doch dafür wurde bislang keine passende Lösung gefunden.

Kann noch eine Lösung gefunden werden?

Bürgermeister Vinzenz Knor weist auf ein weiteres Problem hin: „Der Platz ist im Moment nicht nur die Heimat des Bikerclubs, er ist auch noch nicht als Bauland umgewidmet. Es könnte schwierig sein, da es ein Ramsargebiet betrifft. Wir werden aber noch einmal das Gespräch suchen, vielleicht ergibt sich eine Lösung.“ Vizebürgermeister Alois Mondschein ist vom „RambaZander“ begeistert: „ Ich unterstütze dieses Projekt zu 100%, da es der Allgemeinheit dient. Ich bin auch dafür, dass für den Bikerclub eine vernünftige Lösung gefunden wird. Zeitgleich muss aber auch eine Lösung für die Vereine, die beim Verkauf der alten Bürgerschule ihr Vereinslokal verloren haben, gefunden werden. Hier darf in der Wertigkeit der Vereine kein Unterschied gemacht werden.“