Polit-Streit um „20.000-Mitarbeiter“. Neuer Mitarbeiter des Stadtamts soll bisher keine Leistungen erbracht haben und überbezahlt sein. Knor: „Kostet Stadt nichts.“

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Juli 2018 (04:31)
NÖN

Wie eine Tageszeitung in der Vorwoche berichtete, soll im Rahmen der 2019 auslaufenden „Aktion 20.000“ der früheren Bundesregierung ein Mitarbeiter des Güssinger Stadtamtes ein überhöhtes Gehalt bezogen haben. Außerdem, so der Vorwurf der oppositionellen ÖVP, soll der Mann als Mitarbeit im Stadtmarketing bisher kaum Leistungen erbracht haben.

„Wir haben uns mit ihm getroffen und im Gespräch gemerkt, dass er nichts vorlegen kann, was er bereits gearbeitet hat“, wundert sich ÖVP-Vizebürgermeister Alois Mondschein auch darüber, dass dem Mitarbeiter im Bereich des Marketings keine Arbeitsplatzbeschreibung vorliegt. Mondschein kritisiert auch, dass „der Mann keinen akademischen Abschluss hat, aber sehr wohl die Bezüge eines Akademikers erhält“.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Mitarbeiter bis Ende 2019 mehrheitlich verlängert. „Die Bezahlung erfolgt nach dem Gemeindebezügegesetz, aber das wird alles über das AMS abgewickelt – sowohl die Einstufung als auch die Bezahlung“, sagt Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ). Laut dem Stadtchef arbeitet der Mitarbeiter bei Projekten –Stichwort Stadtentwicklung, Burg, EU-Förderungen – mit: „Als jemand, der sich intensiv damit beschäftigt und der der Gemeinde nichts kostet, weil das AMS zahlt.“

Das wiederum ärgert Mondschein, der sich aufgrund dieser Argumentation die Frage stellt: „Und wer zahlt das AMS dafür? Der Staat, also wir, die Steuerzahler.“