„ReALTO“: Ein Projekt mit Wirkung. Seit dreißig Jahren ist das Projekt „ReALTO“ des Arbeitsmarktservice erfolgreich in Güssing aktiv.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 11. Dezember 2020 (05:12)

ReALTO ist die Abkürzung für den Verein zur Reintegration aktiver Langzeitarbeitsloser durch Training und Orientierung. Hier gibt es Hoffnung für Menschen, die zurück in die Arbeitswelt möchten.

Potential wird gefördert und weiterentwickelt

„ReALTO besteht seit 1990 und ist damit das älteste Beschäftigungsprojekt im Burgenland“, erzählt Geschäftsführer Ernst Simitz. „Seit Bestehen des Projektes wurden mehr als 1000 Personen beschäftigt, ein großer Teil von ihnen konnte in den Arbeitsmarkt vermittelt werden“, zieht er zufrieden Bilanz. In Güssing werden langzeitarbeitslose Menschen für maximal ein Jahr als Transitarbeitskräfte beschäftigt. In dieser Zeit werden sie sozialpädagogisch betreut und können ihr Potential gezielt weiterentwickeln.

Unterstützung in allen Bereichen

„In der Einstiegsphase erfolgt die Abklärung der Lebenssituation und der individuellen Probleme, welche bei einer erfolgreichen Arbeitsplatzsuche hinderlich sind“, erklärt Ernst Simitz den Ablauf. „Unter Stärkung des Selbsthilfepotentials werden individuelle Problemlösungen erarbeitet, die auch Weiterqualifizierungen in verschiedensten Bereichen, wie zum Beispiel das Nachholen von Lehrabschlussprüfungen, Umschulungen, soziales Kompetenztraining und Bewerbungstraining umfassen.“

Die Klienten sind im Zuge des Projekts in den angebotenen Bereichen Forst, Montage/Zimmerei und Tischlerei tätig. „Hilfsbetriebe in sozialökonomischen Projekten sind wichtig für das Arbeitstraining und unentbehrlich für den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Hier wird ein Anteil der Projektkosten erlöst“, führt Simitz weiter aus.

Hohe Vermittlungsqoute gibt Hoffnung

Im Moment werden bei ReALTO in Güssing achtzehn Menschen wieder „Fit für die Arbeitswelt“ gemacht. Auch die Vermittlungsquote gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie liegt im Durchschnitt bei satten 60 Prozent. Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch das AMS und mit 30 Prozent durch Eigenerlöse.