Güssing

Erstellt am 06. Februar 2019, 05:33

von Dorothea Müllner-Frühwirth

Spannungen im Gemeinderat. Die Gemeindeabteilung sieht bei der Vergabe der Architektenleistungen kein rechtswidriges Verhalten, die Aufsichtsbeschwerde wurde abgelehnt.

Die Arbeiten am Güssinger Rathaus sorgen für Zündstoff innerhalb der verschiedenen Fraktionen im Gemeinderat.  |  Stadtgemeinde Güssing

Die Aufsichtsbeschwerde, die Vizebürgermeister Alois Mondschein (ÖVP) beim Land eingelegt hat, sorgte in der letzten Gemeinderatssitzung für ordentlich Zündstoff unter den Fraktionen. Die ÖVP ortete Ungereimtheiten bei der Vergabe der Planungsarbeiten und Baumaßnahmen für den Umbau des Güssinger Rathauses (die BVZ berichtete im November). Mit einem Schreiben vom 9. Jänner 2019 wurde dabei vom Land Burgenland die rechtmäßige Auftragsvergabe bei der Vergabe der Architektenleistungen im Rahmen der Sanierung des Rathauses bestätigt.

„Die Anschuldigungen entbehren jeder Grundlage, es ist alles rechtens gewesen. Vielleicht beruhte die Beschwerde auf der Tatsache, dass Vizebürgermeister Alois Mondschein noch keine langjährige Erfahrung im Gemeinderat hat. Er ist erst seit einem Jahr im Gemeinderat. Es geht dabei auch um den Ruf von Personen, da muss man mit Fingerspitzengefühl herangehen“, erklärt Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ).

„Für mich ist Vizebürgermeister Alois Mondschein und `Die neue Volkspartei´eine große Enttäuschung, hat er doch vor der Gemeinderatswahl ein `Neues Miteinander´ versprochen“, fügt Stadtrat Alfred Brenner hinzu und fordert: „Der Vorwurf von Vize Mondschein, die SPÖ-Stadtführung habe die öffentliche Ausschreibung gezielt umgangen und die Anschuldigung Architekt Schmölzer fungiere als Berater bei Ausschreibungen bedarf einer umgehenden Entschuldigung.“

„Das Ergebnis der Stellungnahme der Gemeindeabteilung wird von uns jetzt einer rechtlichen Prüfung unterzogen“, kontert hingegen Vizebürgermeister Alois Mondschein, der die Angelegenheit als noch nicht abgeschlossen ansieht.