Weitere Diskussionen wegen Verkauf des AktivParks . Die ÖVP wirft der Stadtspitze Untätigkeit vor, wenn es um die Ansiedlung und das Halten von Betrieben geht.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 25. September 2019 (04:15)
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Vizebürgermeister Alois Mondschein und sein Team machen sich Sorgen um die Zukunft Güssings.
DMF

Seit dem Bericht in der vergangenen Ausgabe der BVZ zum bevorstehenden Verkauf des AktivParks gehen in der Burgstadt die Wogen hoch.

Die Orts-ÖVP mit Vizebürgermeister Alois Mondschein an der Spitze lud deshalb zur Pressekonferenz direkt an den Ort des Geschehens, in den AktivPark, ein.

Viele Vorwürfe gegen Stadtführung

Dabei kam Mondschein auch direkt in medias res: „Das ist ein Drama für Güssing.“ Er hält das Vorgehen der Stadtgemeindespitze in dieser Sache für äußerst bedenklich: „Der Gemeinderat kennt den Wunsch einer Flächenumwidmung nicht, er wurde uns nie vorgelegt. Auf Nachfragen zum Thema AktivPark unsererseits hat es immer nur geheißen, es gibt nichts Neues.“

Und er definiert seine Vorwürfe noch konkreter: „Eine Stadt gehört nicht nur verwaltet, sie gehört auch gemanagt. Was hat der Bürgermeister unternommen, um die Schließung des AktivParks zu verhindern? Hoffen allein ist zu wenig. Wir haben Angst um Güssing.“ Mondschein bezieht sich bei seinen Angaben auch auf ein Gespräch, dass seines Wissens nach vor rund zwei Monaten zwischen Landesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister Vinzenz Knor und dem Tobajer Bürgermeister stattgefunden haben soll.

„Eine Stadt gehört nicht nur verwaltet, sie gehört auch gemanagt"

Aufgrund dieser Tatsache ist es für ihn unverständlich, dass Knor in seiner Stellungnahme der BVZ gegenüber erklärt hat, dass er von den Vorschlägen des Landesrates an die WSF-Gruppe, zu der der AktivPark gehört, keine genauen Informationen hat. Doch es haben sich noch weitere Kritikpunkte angestaut. „Was unternimmt der Bürgermeister, um das Team auf der Burg zu halten?

Ein Restaurant ohne Harald Schmirl kann ich mir nicht vorstellen. Ebenso ist es für mich unerklärlich, warum die Firma Joke-Systems nun kurz vor der Güssinger Stadtgrenze ihr neues Firmengebäude baut. Wieso hat die Gemeinde es verabsäumt, mit der Firma eine Lösung zu finden? Es gehen damit 15 Arbeitsplätze in Güssing verloren. Und die Schließung der nächsten Firma steht schon vor der Tür, was unternimmt der Bürgermeister dagegen?“ möchte Mondschein von der Stadtführung wissen.

„Wenn man eine Politik des Miteinander plakatiert und einfordert gehört es aus meiner Sicht auch dazu, dass man das direkte Gespräch sucht, um miteinander eine Lösung im Sinne aller Güssingerinnen und Güssinger zu finden“, weist Bürgermeister Vinzenz Knor die Vorwürfe zurück. 

„Zum Thema Aktivpark und zur Zukunft des Hotels finden derzeit wichtige Gespräche statt, über deren Ausgang wir selbstverständlich die Öffentlichkeit informieren werden, wenn ein Ergebnis vorliegt. Und ich bin überzeugt, dass wir hier eine Lösung finden werden, die auch in Zukunft einen Hotelbetrieb im Aktivpark ermöglicht. Und damit noch generell zur Frage, was die Gemeinde für Betriebe macht: Jeder Betrieb, egal wie groß oder klein, kann mit seinen Anliegen zu uns kommen, und die Gemeinde wird sich immer bemühen, auf die Anliegen einzugehen und eine Lösung zu finden, die für unsere Gemeinde im Bereich des Möglichen liegt. Da ist es mir wichtig zu betonen, dass nicht einzelnen Betriebe eine Sonderbehandlung erhalten, die andere Unternehmer dann zu Recht auch für sich reklamieren.“