Personal fordert faires Gesundheitssystem

Für die Belegschaft des LKH Güssing war heute "Fünf nach Zwölf" angesagt. Personalmangel, nicht-adäquate Entlohnung und zu wenig Freizeit waren Grund für den Protest.

Erstellt am 10. November 2021 | 13:05

Statt Mittagspause hieß es am heutigen Mittwoch protestieren. "Alle Stationen sind am Limit", erklärte Betriebsrat Josef Glantschnig. Für die rund 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landeskrankenhauses Güssing sei es bereits "Fünf nach Zwölf." Die österreichweite Aktion richtete sich gegen die "untätige" Bundesregierung. Schon vor der Krise habe der Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich Personalmangel aufgeweist, durch die Pandemie habe sich das drastisch verschlimmert. "Es braucht rasch eine grundlegende Ausbildungsreform", hieß es von den Initiatoren.

 

Krankenhaus Protest 10.11.2021
Internist Stephan Keszei, Betriebsrat Josef Glantschnig und Stationsleiterin Daniela Gartler protestierten.
David Marousek

Am Protest beteiligten sich die "Offensive Gesundheit", "GÖD" (Gesundheitsgewerkschaft Burgenland), die Arbeiterkammer, der Österreichische Gewerkschaftsbund, Vida, die Gewerkschaft GPA und die "Younion".