Kellerstöckl ist 24 Stunden am Tag geöffnet. Es soll eine Möglichkeit sein, sich zu stärken und zu genießen, auch wenn die Türen mancher Heurigen geschlossen sind.

Von Anika Perner. Erstellt am 19. Juni 2019 (04:00)
Gemütliche Terrasse des „Selbstbedienerhauses“.
Fritz Luisser

Am Zeinerberg hat sich Fritz Luisser etwas ganz Besonderes für seine ehemalige Heimatgemeinde einfallen lassen. Mit der Unterstützung von Bürgermeister Johann Trinkl, hat sich Luisser einem einzigartigen Projekt zugewandt. Der ehemalige Weinkeller der Eltern wurde zu einer Art „Selbstbedienungsstation“ für Gäste und Touristen umgebaut.

Nun können es sich Gäste auf der frisch renovierten Terrasse mit Blick auf den schönen Zeinerberg bei einem Gläschen Wein oder Wasser gut gehen lassen. Bedienen kann man sich aus dem zur Verfügung gestellten Kühlschrank und aus den umgebauten Weinfässern, die als Gläser-Stauraum dienen. An manchen Tagen wird auch mit frischem Brot und Schmalz für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Für diese nette Geste kann man sich, wenn man möchte, mit einer freien Spende dankbar zeigen.

„Da früher auch schon meine Eltern Gäste im Weinkeller mit Getränken und Speisen versorgten, wollte ich diese schöne Tradition ebenfalls aufgreifen“

Wem der Akku des E-Bikes ausgeht, hat auch hier Glück im Unglück. Denn das Haus ist mit einer modernen Photovoltaikanlage ausgestattet, sodass man den Fahrrad Akku bequem aufladen kann, während man noch die Ruhe und die Verpflegung genießt. Das Haus befindet sich in der Nähe des Heurigen „Heindl“, gegenüber vom ehemaligen Rübezahl Keller am Zeinerberg. „Da früher auch schon meine Eltern Gäste im Weinkeller mit Getränken und Speisen versorgten, wollte ich diese schöne Tradition ebenfalls aufgreifen“, so Luisser.

Hierbei geht es nicht um Profit, sondern darum, dass die Gäste das Weinviertel nicht hungrig und durstig verlassen müssen, sollten die Heurigen geschlossen haben. „Bei uns soll jeder eine gute Zeit haben und wiederkommen“, sagt der nette Gastgeber.