Kellerviertel unter historischer Lupe

Erstellt am 01. April 2022 | 05:21
Lesezeit: 2 Min
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Maria Brückler (TU Wien), Denkmalforscherin Doris Schön, Hubert Feiglstorfer (Österreichische Akademie der Wissenschaft), Bürgermeister Johann Trinkl und Vizebürgermeister Dietmar Babos stellten das Projekt den BürgerInnen vor.
Foto: Gemeinde Heiligenbrunn
Anfang April startet die baugeschichtliche und bautechnische Untersuchung der Weinkeller und der Kellergassen in Heiligenbrunn.
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Die Kellergasse und der Zeinerberg beherbergen eines der bedeutendsten Ensembles an Weinkellern im Südburgenland. In den beiden Teilen des Kellerviertels finden sich mit dem Weinbau verbundene Gebäude aus unterschiedlichen Perioden der vergangenen Jahrhunderte.

„Mehrere Bestandserhebungen wurden im Laufe vergangener Jahrzehnte durchgeführt, was jedoch bisher noch gänzlich fehlt, sind einerseits zuverlässige Aussagen zum Alter der Objekte und deren Bau- und Bautechnikgeschichte und andererseits zur Geschichte der gesamten Kellergasse“, erklärt Bürgermeister Johann Trinkl.

Antworten auf diese Fragen gehen über ein geschichtliches Verständnis der Kellergasse aus südburgenländischer Sicht hinaus und stellen einen wesentlichen Grundstein in der Einordnung des Kellerviertels aus sozial- und baugeschichtlicher Sicht aus europäischer Sicht dar.

Im Zuge des Pilotprojekts „Baugeschichtliche und Bautechnische Untersuchung des Kellerviertels Heiligenbrunn“ der TU und der BOKU Wien soll ein wissenschaftlicher Überblick hergestellt werden, bereits gewonnene Erkenntnisse verifiziert und verdichtet werden und die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die ersten Untersuchungen dazu starten mit 1. April im Kellerviertel Heiligenbrunn und werden sich in weiterer Folge über zwei Jahre erstrecken.

Bereits im Vorfeld wurde das Projekt von Hubert Feiglstorfer (TU Wien, BOKU), Doris Schön (Denkmalforscher) und Maria Brückler (TU Wien) der Ortsbevölkerung und den Kellerstöckl-Besitzern präsentiert. Besonderes Aufmerksamkeit fand dabei die Dendochronologie, welche durch den Abgleich der einzelnen Jahresringe im Holz auf das Alter geschlossen werden kann. So kann festgestellt werden, in welchen Jahren der Baum herangewachsen ist, bis hin zu jenem Jahr, in welchem er geschlägert wurde.

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