Ortschef-Rücktritt war kein Aprilscherz

Nachdem Heugrabens Bürgermeister Mario Faustner sein Amt überraschend zurückgelegt hat, wird im Herbst zur Wahlurne geschritten.

Erstellt am 08. April 2021 | 05:48
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Bürgermeisterwahl 2017. Damals setzte sich Mario Faustner (VP) mit 58,23 Prozent der Stimmen durch. Nach seinem Rücktritt übernimmt der bisherige Vize Walter Zloklikovits (SPÖ) die Amtsgeschäfte.
Foto: zVg

Mittlerweile Alt-Bürgermeister, hat Mario Faustner pünktlich zum 1. April in der kleinen Gemeinde mit einem Paukenschlag aufgewartet, der in vielen Reihen für große Überraschung gesorgt hat. So auch beim Nachfolger und jetzigem Bürgermeister Walter Zloklikovits. „Mir tut es wirklich leid für Mario. Ich wusste gar nichts davon! Deswegen kam das sehr überraschend für mich“, erzählt Zloklikovits. Über die genauen Gründe, die Faustner zur Niederlegung seines Amtes bewegten (die BVZ berichtete online), wollte er sich nicht äußern.

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„Es handelt sich um persönliche Gründe, die mich schließlich zu dieser Entscheidung finden ließen. Ich möchte diese aber nicht näher erläutern, und man muss auch nicht alles in die Öffentlichkeit tragen“, meint Mario Faustner gegenüber der BVZ. Wann die Neuwahlen stattfinden, ist bisher noch unbekannt. Brigitte Novosel, Abteilungsvorständin in der Landesregierung, setzte darüber in Kenntnis, dass das Schreiben der Bezirkswahlbehörde Güssing die Abteilung 2 am Dienstag erreichte; binnen sechs Wochen muss ein Termin für die Neuwahl feststehen. Wenn der Termin feststeht, kann nach frühestens drei Monaten gewählt werden. Zloklikovits steht seinem neuen Amt motiviert gegenüber, trotz der Tatsache, dass er mit seiner Partei nicht die Mehrheit im Gemeinderat aufstellt. „Ich werde das wie mein Vorgänger unter der Devise ‚Gemeinsam für Heugraben‘ machen. Die Zusammenarbeit mit Faustner und den anderen Mitgliedern im Gemeinderat hat immer sehr gut funktioniert. Wir sind eine kleine Gemeinde; da ist zusammenarbeiten das einzig Logische. Jedenfalls habe ich jetzt viel zu tun und muss mich einarbeiten“, lässt der vorübergehende Ortschef wissen.