Verein(t) trotz Corona: Auf den Hund gekommen. Die Hundeschule Stegersbach bietet ein vielseitiges Angebot, um Hundebesitzer und deren Hunden das Leben zu erleichtern.

Von Redaktion Güssing. Erstellt am 24. Juni 2021 (09:54)

„Ich würde jedem empfehlen, eine Hundeschule zu besuchen – und das so bald wie möglich“ meint Thomas Hajszan, Obmann der Hundeschule Stegersbach. Den richtigen Umgang mit dem Umfeld zu lernen, ist sowohl für den Hund selbst, als auch für den Hundebesitzer essenziell für ein angenehmes Zusammenleben.

Viele Kurse im Angebot

„Man sollte nicht zu lange warten, denn oft treten in den ersten Monaten Angewohnheiten auf, die sich später nicht mehr so leicht korrigieren lassen. Da kommen viele Hundebesitzer an ihre Grenzen“, führt der Obmann fort. Die Trainer, Kursleiter sowie der Vorstand arbeiten unentgeltlich in ihrer Freizeit daran, den Mitglieder einen möglichst normalen Alltag mit dem Hund zu ermöglichen. Angeboten werden in der Stegersbacher Hundeschule diverse Kurse, angefangen von einem Vorbereitungskurs für die BH-Prüfung, über die Ausbildung zum Schutz- oder Begleithund bis hin zu Agility, wobei es um Spaß und Bewegung mit dem Hund geht.

Außerdem werden Basiswissen sowie die verschiedenen Grundkommandos gelehrt. „Die Hundeschule alleine reicht allerdings nicht aus. Wir zeigen den Umgang mit dem Hund und helfen bei Problemen, aber lernen und üben muss der Hundebesitzer mit dem Hund selbst. Das können wir ihm nicht abnehmen“, erklärt Obmann Thomas Hajszan.

Der Obmann betont außerdem mehrfach, wie wichtig es sei, sich die Entscheidung eines Hundekaufs gut zu überlegen. „Es ist sinnvoll, sich zu erkundigen was es überhaupt heißt, einen Hund zu haben, bevor man sich einen zulegt. Man muss immer schauen, ob der Hund zu einem selbst und der eigenen Lebensweise passt.“

Hauptaugenmerk auf individueller Ausbildung

Unter anderem werden im Verein auch Ortsgruppenturniere ausgetragen, worauf Hunde sowie Hundebesitzer nach Bedarf vorbereitet werden. In der Vergangenheit wurde im Bereich Agility auch bereits eine Landesmeisterschaft veranstaltet. Allerdings liegt der Schwerpunkt des Vereins nicht unbedingt auf dem Hundesport. „Zuerst einmal ist uns die bedarfsorientierte Ausbildung wichtig. Es wird auf jeden einzelnen eingegangen, da es in erster Linie wichtig ist, eine Beziehung mit dem Hund aufzubauen.

Die korrekte Ausbildung mit Wettbewerben als Ziel steht nicht im Vordergrund. Stattdessen wollen wir, dass jeder lernt, mit seinem Hund umzugehen“ so Hajszan über das Ziel der Hundeschule Stegersbach. Wer sich nur auf die Hundeschule verlasse und sich dementsprechend nur am Wochenende mit dem Hund beschäftigt, bei dem werde sich laut Obmann nicht viel tun. Denn „Hundebesitzer müssen tatsächlich mehr lernen als der Hund selbst.“

Mitglieder jeden Alters

Im Verein finden sich Mitglieder aller Altersklassen. Egal ob Familien, bei denen das Kind mit dem Hund trainiert, Hundebesitzer in ihren Zwanzigern oder ältere Personen – es gibt keine Grenzen. Die Trainings werden in Welpen sowie Fortgeschrittene aufgeteilt und häufig in Kleingruppen abgehalten, was in der Corona-Pandemie ein wichtiges Kriterium ist.

Die Maßnahmen der vergangenen Monate haben auch bei der Hundeschule Stegersbach ihre Spuren hinterlassen. „Wir waren finanziell eingeschränkt, obwohl wir natürlich durch den Ausgleichsfonds des Landes Unterstützung bekommen haben. Generell haben die Hundebesitzer jedoch mehr darunter gelitten als der Verein. Aufgrund der Situation konnten wir die Menschen, die Hilfe mit ihren Hunden gebraucht hätten, nicht unterstützen“, berichtet Obmann Thomas Hajszan nachdenklich.

Viele Hundebesitzer überfordert

Viele seien zu Hause gesessen und wären mit ihren Hunden überfordert gewesen. Durch die Lockerungen hebt sich aber auch die Stimmung in der Hundeschule wieder. „Man merkt, dass der Zulauf an Kursteilnehmern zunehmend steigt. Wir bekommen bereits laufend Anfragen für aktuelle Kurse“, freut sich der Verein.