Süden räumte ab bei „Burgenland is(s)t innovativ“

Angelika und Martin Spirk, Martin und Caroline Jautz sowie Gerlinde Szerencsits wurden ausgezeichnet.

Erstellt am 10. Oktober 2021 | 05:26
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Foto: BVZ

Am Dienstag wurde zum dritten Mal der Innovationspreis der Burgenländischen Landwirtschaftskammer „Burgenland is(s)t innovativ“ vergeben. Der Preis wurde ins Leben gerufen, um Innovationen in der Landwirtschaft zu fördern.

Aus 23 teilnehmenden Betrieben kürte dieses Jahr ein Onlinevoting und eine Expertenjury die Gewinner in zwei Kategorien - Produkt- und Prozessinnovation. Den ersten Platz in der Kategorie Produktinnovation holt sich der Betrieb Spirk aus Königsdorf mit seiner Kürbiskern-Uhudler-Wurst, eine geschmackvolle Kreation aus hofeigenem Schweinefleisch, hofeigenen Kürbiskernen und typischen südburgenländischen Uhudler.

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Der Betrieb mit den Schwerpunkten Ackerbau, Schweinemast sowie Direktvermarktung wird bereits in der dritten Generation geführt. Familie Spirk hat das Hauptaugenmerk bei der Produktion der Wurst, auf die Rohprodukte der Region gelegt und schafft damit eine nachhaltige und regionale Produktion.

Preis für umfassenden Kreislauf

In der Kategorie Prozessinnovation holte der Betrieb Jautz aus Tobaj mit seinem Projekt einer umfassenden Kreislaufwirtschaft den ersten Platz. Martin und Caroline Jautz bewirtschaften einen Milchvieh- und Stiermastbetrieb sowie einen Ackerbaubetrieb in einer Größe von 500 Hektar. Die Besonderheit des Betriebes ist eine Biogasanlage, welche 2012 errichtet wurde.

Im Gegensatz zu vielen anderen Biogasanlagen produziert Familie Jautz, das dafür benötigte Material selbst. Beschickt wird die Biogasanlage mit Rindergülle und Mist von den rund 420 Rindern, die am Betrieb leben. Die Biogasanlage wurde so dimensioniert, dass die Anlage als „Mutterbiogasanlage“ für zwei Blockheizkraftwerke in Dt. Taschantschendorf und St. Michael dient.

Platz zwei in der Kategorie Prozessinnovation geht an Gerlinde Szerencsits aus Tobaj mit ihrem Hof Wunderkind, auf dem es Kindern und Jugendlichen ermöglicht wird „zu richtigen Wunderkindern zu werden.“ Die individuelle Förderung über das Medium „Pferd“ steht im Vordergrund. Die Sinne der Kinder werden durch die sensorische Integration sensibilisiert und geschärft. Wahrnehmung, Motorik und das Lernverhalten, wird spielerisch verbessert. Verhaltensauffälligkeiten, Teilleistungs- und Lernschwächen, Probleme im sozialen- emotionalen und kognitiven Bereich werden im laufenden Betrieb positiv beeinflusst.

„Mit dem Innovationspreis holen wir heimische innovative und kreative Betriebe vor den Vorhang. Sie leisten durch ihre Ideen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Regionalität. Durch ihre innovativen Ansätze bereichern sie die Vielfalt, die unsere Landwirtschaft auszeichnet“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich, weiter meint: „Damit zeigen wir auch den Konsumenten den Ideenreichtum und das Potenzial heimischer landwirtschaftlicher Betriebe.