Jagd im Bezirk Güssing gut aufgestellt. Der Burgenländische Jagdverband hat die aktuelle Jadgstatistik veröffentlicht. Im Bezirk Güssing sieht die Entwicklung gut aus.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 18. März 2020 (04:00)
Erschreckend. Im Zuge von Protesten gegen eine Treibjagd soll es zu einer Attacke auf eine Aktivistin und einer Morddrohung gekommen sein.
Symbolfoto/Bilderbox.com

Die Jagdstatistik 2019 zeigt für das Burgenland rückläufige Zahlen, im Bezirk Güssing sind die Zahlen unterschiedlich. Betrug die Rotwildstrecke (Erlegtes Wild plus Fallwild und Straßentod) im Bezirk Güssing im Jahr 2018 noch 192 Stück, lag sie 2019 bei 193 Stück. Bei der Rehwildstrecke sank die Stückzahl von 2.978 Stück auf 2.970 Stück. Beim Schwarzwild ist ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Lag die Schwarzwildstrecke 2018 noch bei 1.096 Stück, waren es 2019 1.851 Stück. „Die Zahlen haben sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Nach dem Einbruch der Wildschweine 2013 durch eine Krankheit, gibt es nun wieder eine sehr große steigende Tendenz, dass sich die Wildschweine gut entwickelt haben“, erklärt Charlotte Klement, Bezirksjägermeisterin im Bezirk Güssing.

Gute Entwicklung bei den Schalenarten

Auf die Frage, wie die Entwicklung im Bezirk Güssing im Vergleich zum Burgenland aussieht, sagt Klement: „Die drei Schalenarten Rehwild, Rotwild und Schwarzwild haben sich nach den Bezirken Oberwart und Oberpullendorf in Güssing sehr gut entwickelt und der Bezirk Güssing sieht sich entwicklungszahlentechnisch. om Stand her in der Mitte des Burgenlandes.“

Die Bejagung des Rehwild werde, laut Klement, immer schwieriger, da sich die Rehe viel später als normal (sie sind nur bis 90 Minuten nach Sonnenuntergang bejagbar/schießbar), nämlich in der Nacht zeigen und man zu diesen Uhrzeiten nicht mehr jagen dürfe. „Durch den sehr guten Bestand an Wildschweinen, wird es für das Reh- und Rotwild immer schwieriger, weil der hohe Schweinebestand eine starke Beunruhigung beim Reh und Rotwild, vor allem bei Hirschen, auslöst“, so Klement.