„Schwere Geburt“ bis zur Vergabe der Jagdpacht

Erstellt am 14. Juni 2022 | 05:11
Lesezeit: 2 Min
Jagd Bild
Foto: zVg
In letzter Sekunde hat man in Kleinmürbisch die Versteigerung der Jagdpacht abgelegt. Für das 340 Hektar große Gebiet gab es drei Bewerber, aber keine Mehrheit im Jagdausschuss. Beim dritten Treffen hat man sich für die heimischen Jäger entschieden.
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Drei Gruppen von Jägern „kämpften“ in den letzten Wochen um die Jagdpacht im Gebiet Kleinmürbisch. Hätte es keine Einigung gegeben, wäre die Jagd zur Versteigerung ausgeschrieben worden – in der ganzen EU. So war die Ausgangslage in der 230-Einwohner-Gemeinde. Für Bürgermeister Martin Frühwirth (SPÖ) eine „politisch gesteuerte Aktion, die zum Glück dann doch noch einen guten Verlauf genommen hat.“

Zur Vergabe der Jagdpacht braucht es nämlich eine 2/3-Mehrheit des Jagdausschusses, der sich im Ort gebildet hat. Bei zwei Treffen hat man sich dazu allerdings nicht durchringen können. Erst beim dritten Anlauf in der Vorwoche kam diese geforderte Mehrheit dann zustande.

„Wie es im Südburgenland so schön heißt, ‚kommen durch‘s reden d‘ Leut zamm‘ und das war es dann auch, was den Ausschlag dafür gegeben hat, dass man sich des Friedens Willen im Dorf dazu durchgerungen hat, wieder den heimischen Jägern die Pacht zu geben“, erklärt der Ortschef.

Jagdvergabe nicht immer auf Anhieb

Dass die Vergabe der Jagdpacht in Kleinmürbisch des Öfteren mit Spannung verläuft, hat die Geschichte gezeigt. „Außer beim letzten Mal, gab es immer mehrere Bewerber“, weiß Frühwirth. Das vergebene Jagdgebiet hat übrigens eine Größe von 340 Hektar und wird um 5.000 Euro pro Jahr verpachtet.

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