Ärger im Naturparadies wegen Baumfällungen

Erstellt am 29. Januar 2022 | 05:06
Lesezeit: 2 Min
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Hier stand eine der alten Eichen, gegenüber der Seehäuser in Königsdorf. Jetzt soll eine ganze Allee entstehen.
Foto: David Marousek
Anrainer sind über die Rodung von zwei Eichen in Königsdorf verärgert. Bürgermeister Mario Trinkl verteidigt das Fällen und will anstelle eine ganze Allee pflanzen.
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Unter anderem durch das Projekt „Wohnen am Wasser“ konnte die Gemeinde Königsdorf im Vorjahr als eine der wenigen Gemeinden im Burgenland eine positive Zuzugsstatistik vorweisen. Die Ruhe, der See und die Natur werden dort von vielen Neu-Königsdorfern geschätzt.

Zuletzt wurde dieser Frieden jedoch gestört, als zwei alte Eichen auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Seehäuser gefällt wurden. Anrainer wandten sich mit ihrem Problem an die BVZ und erklären: „Wir sind alle verärgert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bäume nicht zu retten waren. Beim Kauf des Hauses haben wir uns sehr über die Bäume gefreut, sie sind wie ein Teil des Hauses und waren uralt. Es ist ja immerhin ein Naturbadesee“, erklärte eine verärgerte Hausbesitzerin, die seit 2019 teilweise am Naturbadesee wohnt.

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Mario Trinkl sah das Fällen der Bäume als Notwendigkeit. Foto: Gemeinde
Foto: BVZ

Nachgefragt bei Bürgermeister Mario Trinkl erklärt der Ortschef wie folgt: „Da waren 30 dürre Äste, dicker wie ein Arm, drauf. Innen waren die Bäume faul. Ich will ja auch jeden Baum erhalten, aber es geht nicht, wenn der Bauhofleiter zu mir sagt die Bäume seien kaputt und dann wird genau dort, wo massenhaft Leute spazieren gehen, nichts gemacht. Was wenn einer getroffen wird? Wenn man davon weiß und nichts tut, dann wäre das ja grob fahrlässig.“

Für Trinkl führte „kein Weg dran vorbei“, dass die beiden Eichen gefällt werden mussten.

Anstelle der beiden gefällten Eichen sollen jetzt nicht nur zwei neue Bäume gepflanzt werden, sondern laut Trinkl „eine ganze Allee“.

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