Akutordinationen sind ein Gewinn

Erstellt am 04. April 2018 | 04:06
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Michael Pekovics über den Start der Akutordinationen in allen sieben Bezirken des Landes.

Durch die Akutordinationen in allen sieben Bezirken verbessert sich die medizinische Grundversorgung im ganzen Land. Das Projekt hat im Oktober 2016 in Oberwart begonnen, 2017 nahmen rund 2.100 Patienten das Angebot in Anspruch – das sind rund acht Personen täglich.  

Ein Gewinn für alle Beteiligten: Den Bürgern steht zu den werktäglichen Tagesrandzeiten von 17 bis 22 Uhr ein praktischer Arzt zur Verfügung, die Mediziner ersparen sich einige Nachtdienste pro Monat, was den Beruf des „Landarztes“ zumindest etwas attraktiviert, und das Gesundheitssystem spart Kosten, weil die zuvor angesprochenen acht Personen täglich eben nicht im („teuren“) Krankenhaus, sondern von einem („billigeren“) Arzt behandelt werden. Dieses Modell ist übrigens einzigartig in Österreich, einige Bundesländer überlegen aber schon ähnliche Varianten.

Denn das Problem des Ärztemangels und der Gesundheitsversorgung in peripheren Gebieten macht nicht vor Bundesländergrenzen halt. Umso wichtiger sind kreative Lösungen, die einerseits effizient sind, andererseits aber die medizinische Versorgung der Bürger nicht gefährden – und im Idealfall ergänzen oder ausbauen.