„Altlasten“ sind bald Geschichte. Michael Pekovics über die Finanzen und „Altlasten“ der Stadtgemeinde Güssing.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 11. April 2018 (04:47)

Um die Finanzen der Stadt Güssing ist es schlecht bestellt, so der Eindruck. Was den Spielraum für Investitionen betrifft, stimmt das auch. Aber die Lage bessert sich, betont zumindest die SPÖ, beruft sich auf den jüngsten Bericht der Gemeindeabteilung und wird in der politischen Auseindersetzung nicht müde zu betonen, dass die „Altlasten“ aus der Ära von Peter Vadasz den Handlungsspielraum stark einschränken.

Vizebürgermeister Alois Mondschein lässt dieses Argument nicht gelten und spricht von einer „Negativspirale“. Tatsächlich hat sich Güssing unter Vadasz zu dem entwickelt, was es heute ist: Zu einem führenden Forschungsstandort im Burgenland, zu einer Kultur- und Sportstadt.

Das hat zwar viel Geld gekostet, dafür verfügt Güssing aber nach wie vor über einen ausgezeichneten Ruf in puncto Erneuerbarer Energie und ist trotz negativer demografischer Entwicklung, steigenden Sozialkosten und peripherer Lage ohne Verkehrsanbindung weiterhin ein Zentrum der Region, das beweisen die steigenden Kommunalsteuereinnahmen. Die SPÖ hat jetzt weitere vier Jahre Zeit, etwas daraus zu machen – ab 2022 sollte es dann keine „Altlasten“ mehr geben.