Aus Fehlern hat man gelernt

Über der Verkauf des Altenwohn- und Pflegeheimes in Strem

Erstellt am 23. April 2020 | 03:05
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Rund 6,1 Millionen Euro hat die Gemeinde Strem für den Verkauf des Altenwohn- und Pflegeheimes an die OSG bekommen. Umgekehrt hat man etwas mehr als 15 Jahre 5,5 Millionen Euro für den Bau bezahlt, der in Eigenregie und ohne die anfängliche Zusage des Landes von Tagsätzen umgesetzt wurde.

Das bescherte der Gemeinde nicht nur eine enorme Schuldenlast, sondern auch jede Menge andere Probleme. Unter anderem beschäftigte die Frage, ob die Mittel der Wohnbauförderung zu Recht beantragt wurden, sogar die Gerichte. Bei einem Prozess wurden der damalige Bürgermeister und sein Amtsleiter aber vom Betrugsvorwurf freigesprochen.

Mit dem Verkauf des Altenwohn- und Pflegeheimes hat Strem jetzt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Erstens ist man den letzten Platz in der Gemeindefinanzstatistik los, denn immerhin musste jeder der rund 900 Einwohner bisher eine Kreditlast von 6.284 Euro tragen. Zweitens hat man Spielraum für neue Investitionen gewonnen und hier steht der Bau eines gemeindeübergreifenden Schulzentrums an erster Stelle. Das bedeutet zwar wieder neue Schulden für Strem, aber die Ausgangslage ist eine Bessere. Denn Strem hat aus seinen Fehlern gelernt, hoffentlich zumindest…