Demokratie war der Wahlsieger. Über das Ergebnis der Volksbefragung in Rohr und die Umsetzung.

Von Carina Fenz. Erstellt am 15. Oktober 2020 (02:53)

Am Sonntag konnten nicht nur rund 1,4 Millionen Wiener zur Wahlurne schreiten, sondern auch 386 Rohrer, die sich für oder gegen Straßennamen aussprechen sollten. Um 13 Uhr stand der Wahlsieger im Bezirk Güssing dann auch fest, nämlich die Demokratie. Bei einer Wahlbeteiligung von 69,4 Prozent (268 abgegebene Stimmen) — deutlich mehr als bei der Wien-Wahl — sprachen sich 59,7 Prozent (160 Stimmen) für die Einführung von Straßennamen aus. Die von der SPÖ initiierte Wahl ist für Bürgermeister Gernot Kremsner (Liste Rohr) bindend, allerdings könnte die Umsetzung der Straßennamen doch nicht ganz so rasch kommen, wie angenommen. Geht es nach Kremsner, dann müsse vorab der Flächenwidmungsplan aktualisiert werden. Bis die Straßennamen dann endgültig vergeben sind und die Beschilderung erfolgt ist, könne es schon zwischen zwei und drei Jahren dauern.

Eines steht aber definitiv nach der Wahl fest, solange die Rohrer bislang auf die Einführung von Straßenbezeichnungen gewartet haben, so lange wird es jetzt nicht mehr dauern. Es sei denn, es entbrennt jetzt die nächste Diskussion, weil der zukünftige Bergweg, dann doch nicht so heißen soll.