Der Fels in der Brandung. Über die Situation der Frauen in der Politik

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 16. Oktober 2019 (03:50)

Frauen haben es (wie in vielen anderen Berufen) in der Politik nicht leicht. Pamela Rendi-Wagner kämpft zur Zeit mit oder auch gegen ihre Parteigenossen, um die SPÖ wieder in sichere Gewässer zu fahren. Ein schwieriges Unterfangen, wie die letzten Wahlen zeigten. Wohin die Reise der Bundes-SPÖ führt, scheint noch ungewiss, die nächsten Wochen werden zeigen, wer innerparteilich den längeren Atem hat. Im Burgenland ticken die Uhren anders. Was aber nicht bedeutet, dass Frauen hier ein leichteres Spiel haben. Verena Dunst ist seit über zwanzig Jahren aus der Landespolitik nicht wegzudenken.

Auch bei der Bezirkskonferenz der SPÖ am vergangenen Wochenende wurde sie wieder mit 100 Prozent der Stimmen zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl gewählt, mit ebenso vielen Stimmen als Bezirksparteivorsitzende bestätigt. Sie hat es in 19 Jahren in der Landesregierung geschafft, sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Seit dem Feber dieses Jahres ist sie die allererste Landtagspräsidentin des Burgenlandes, und sie scheint in ihrer Ausdauer und Willensstärke noch genauso motiviert zu sein wie am Anfang ihrer Karriere. Beständigkeit gibt Sicherheit, vielleicht ist das das burgenländische Erfolgsrezept.