Die Bürger haben es in der Hand

Über die Frage, ob Kulturzentrum oder Burg Güssing ausgebaut werden.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 15. April 2021 | 02:53

Während die einen vom Kampf „David gegen Goliath“ sprechen wollen die anderen einen neuen Weg des Miteinanders zwischen dem Land und den Regionen beschreiten und sprechen von einem demokratiepolitischen Vorstoß. Die Rede ist von der angekündigten Volksbefragung am 27. Juni im Bezirk Güssing, wo entschieden werden soll, ob das Kulturzentrum oder die Burg umfassend saniert und ausgebaut werden. Fakt ist, dass die politische Schlacht um eine neue Kulturstätte längst eröffnet ist. Da steht auf der einen Seite Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der die Bürger des Bezirks vor eine Entscheidung stellt und auf der anderen Seite steht die ÖVP, die Stimmung zum Erhalt beider Kulturstätten macht — auch wenn Argumente für den Erhalt beider Standorte fehlen. Den gewissen Charme würde wohl der Ausbau der Burg mitbringen, denn schon alleine das Ambiente — am Thron der Stadt — lädt förmlich dazu ein, Kultur zu genießen.

Dass der Ausbau der Burg aber das Ende des KUZ in seiner bisherigen Form bedeuten würde, muss auch bedacht werden. Denn das im Brutalismus errichtete Gebäude wird wohl unter Denkmalschutz gestellt werden müssen und könnte so zum Schandfleck am Fuße der Burg werden.