Ein Hauch von Peter Vadasz. Michael Pekovics über die ambitionierten Visionen von Güssings Vize Alois Mondschein.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 14. Februar 2018 (05:03)

Güssings Vizebürgermeister Alois Mondschein hat ein Problem. Nämlich damit, dass seitens der SPÖ-Stadtregierung immer wieder darauf verwiesen wird, dass kein Geld für neue Projekte vorhanden sei, weil zuerst die Altlasten des ehemaligen ÖVP-Bürgermeisters Peter Vadasz beseitigt werden müssten.

Außerdem ist es Mondschein aus seinem Job gewohnt, Projekte „privatwirtschaftlich“ anzugehen. Das ist erfrischend und bringt neuen Wind in die Stadtpolitik, macht die Umsetzung seiner Vorschläge aber nicht unbedingt realistischer. Sein Auftritt weckt außerdem Erinnerungen an die Visionen von Vadasz, die Güssing einst groß und zum Nabel der Welt der erneuerbaren Energie gemacht haben. Das polarisiert natürlich und bietet seinen politischen Gegnern jede Menge Angriffsfläche. Eines hat Mondschein aber mit seinen Visionen erreicht – über die Vorschläge wird gesprochen, ob positiv oder negativ ist in erster Linie egal.

Schließlich hat er sein Ziel, nämlich den Start eines Diskussionsprozesses, erreicht und damit Güssing wieder mehr in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Und das ist auch dringend notwendig.