Ein Sturm im Wasserglas. Über politische Debatten und das historische Kulturgut Burg Güssing

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. Oktober 2020 (05:10)

Die ÖVP Güssing fordert Bürgermeister Vinzenz Knor auf, ans Land heranzutreten, um eine Sanierung und Erhaltung der Burg Güssing als historisches Kulturgut sowie die Errichtung eines neuen Veranstaltungszentrums in Güssing zu erreichen.

Eine Forderung von Vizestadtchef Alois Mondschein (ÖVP), die auch in der nächsten Gemeinderatssitzung diskutiert werden soll. Grund dafür ist, dass Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) vor einigen Monaten angekündigt hat, entweder die Burg oder das KUZ als große Veranstaltungslocation für den Bezirk Güssing auszubauen. Doskozil hat auch für 2021 eine Volksbefragung in dieser Causa angekündigt. Für ÖVP-Vizebürgermeister Alois Mondschein ist die Forderung von Doskozil — entweder Investition in Burg oder KUZ — nicht tragbar.

Wir brauchen sowohl als auch und nicht entweder - oder, so seine Forderung, die zwar einerseits keine unberechtigte ist, denn Investitionen in eines der beiden Kulturstätten, würde im Umkehrschluss bedeuten, dass für das jeweils andere Gebäude wohl kein Geld mehr zur Verfügung steht. Andererseits aber auch ein Sturm im Wasserglas, denn die Burg Güssing ist und bleibt historisches Kulturgut, mit oder ohne Veranstaltungssaal.