Eine Portion Respekt! Bitte!

über die Gastronomie, den Grant und den Löffel zum Kaffee

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 12. August 2021 | 05:49

Für die einen ist die Gastronomie der schönste Job der Welt, für die anderen der größte Albtraum. Wahrlich hat die Gastro viele Gesichter und manchmal auch einen schlechteren Ruf, den sie verdient. So hat auch Gastronomin Mariana Solinas-Moser, die seit vielen Jahren das Piazza Café im City Center Güssing betreibt, ihre schlechten Erfahrungen gemacht. Erst kürzlich wurde sie von einem Gast rassistisch beschimpft.

Ein Umstand, den die taffe Gastronomin nicht auf sich sitzen lassen möchte und trifft den Nagel auf den Kopf: „Die Gastronomie ist auch für die Jugend kein Traum-Lehrberuf mehr.“ Unregelmäßige Arbeitszeiten, viele Überstunden und von Work-Life-Balance meilenweit entfernt, hat die Gastronomie, wie auch die Tourismusbranche ein großes Imageproblem.

Da trägt fehlender Respekt, wie im Falle von Solinas-Moser, auch nichts Positives dazu bei, um einen Kurswechsel einzuschlagen. Wir Gäste aber sollten es sein, die sich künftig bei jedem Zusammentreffen mit Kellnerinnen und Kellnern an die Zeit erinnern, als der Besuch beim Wirt — coronabedingt — das war, was wir am meisten vermisst haben. Auch dann, wenn der „Grant“ auf was oder wen, noch so groß ist, darf die Portion Respekt nämlich genau so wenig fehlen, wie der Löffel zum Kaffee.