Erstellt am 06. Februar 2019, 05:45

von Carina Fenz

Einen neuen Motor zünden. Carina Fenz über die Stadt Güssing, die vom Entwicklungskonzept nur profitieren kann.

Ein Flying Fox von der Burg zu den Fischteichen, ein Klettergarten der vom Hauptplatz zur Burg emporragt, ein Dorfladen ohne Verpackungen und mobile Hotelzimmer für leer stehende Räume. Die vorgestellten Visionen und Pläne für die Güssinger Innenstadt — entwickelt von Schülern der HTL Pinkafeld und Studierenden der FH Joanneum in Graz unter der Leitung der Architekten Irene Berto und Benjamin Sasdi — sind ambitioniert, aber nicht illusorisch.

Im Rahmen der Projektpräsentation wurde auch deutlich, dass das Interesse der Bevölkerung groß ist und sich viele Güssinger nach einer Zukunftsvision für ihre Stadt sehnen. Verständlich, denn Güssing hat weit aus mehr zu bieten als leer stehende Geschäftsflächen, einen fehlenden Branchenmix und wenig Angebot in der Gastronomie. Auch wenn die Ideen vorerst nur auf dem Papier bestehen ist es wichtig, einen ersten Schritt getan zu haben. Die Stadt selbst kann von dem Entwicklungskonzept nur profitieren. Einerseits weil in der Bevölkerung eine Dynamik entsteht und andererseits, weil man bei der Suche nach möglichen Investoren für die Umsetzung des ein- oder anderen Projekts einen neuen wirtschaftlichen Motor zünden kann.