Ins Krankenhaus anstatt zum Arzt.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 13. Dezember 2017 (09:29)

Die Verlegung des gynäkologischen Angebots von Güssing nach Oberwart ist nur ein weiterer Schritt im sich verändernden burgenländischen Gesundheitssystem – und er wird nicht der letzte bleiben. Zwar gibt es seitens des Landes immer wieder Standortgarantien für die fünf burgenländischen Krankenhäuser, um dieses Versprechen aber auch erfüllen zu können, werden Adaptierungen des Leistungsangebots unumgänglich sein.

Für die betroffenen Frauen, die jetzt anstatt nach Güssing bis nach Oberwart fahren müssen, um sich behandeln zu lassen, ist das natürlich eine bittere Pille, schließlich ist die Fahrzeit von 30 bis 40 Minuten nicht ohne. Verschärft wird die Thematik übrigens auch deshalb, weil die gynäkologische Versorgung im niedergelassenen Bereich in den Bezirken Güssing und Jennersdorf sehr mangelhaft ist.

Das hatte zur Folge, dass viele Frauen anstatt zum Frauenarzt lieber gleich ins Krankenhaus gingen, um sich untersuchen zu lassen. Womit bewiesen ist, dass die medizinische Versorgung im Südburgenland vor großen Herausforderungen steht. Die Lösung dieser Probleme wird eine der Mammutaufgaben der näheren Zukunft sein.