Investitionen mit viel Bauchweh

Über die neue Struktur fürs Krankenhaus und den Vergleich mit einem Shoppingtrip

Erstellt am 22. April 2021 | 04:54

Rund zwölf Millionen Euro investiert die KRAGES in den Spitalstandort Güssing. Inbegriffen ist der Bau von Mitarbeiterresidenzen, die Installierung einer Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation sowie die Erweiterung des medizinischen Spektrums in den Bereichen Innere Medizin, Orthopädie, Rheumatologie oder der Plastischen Chirurgie.

Für das „Provinzkrankenhaus“ ist das ein kräftiger Impuls, der aber auch seine Schatten vorauswirft. Die ÖVP spricht schon länger davon, dass der Standort trotz Investitionen abgewertet wird. Besonders in der Kritik steht die Reduzierung von Betten sowie die Akutoperationen, die laut ÖVP in Zukunft nicht mehr möglich sein sollen.

Das sei verantwortungslose Panikmache heißt es dazu von der KRAGES und auch von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Dass, das Leistungsspektrum eines Spitals aber längst nicht mehr in Betten gemessen wird, ist in Zeiten von Kostendämpfung kein Geheimnis mehr.

Für den Patienten ist das wie beim Shoppen. In Güssing bekommt man Vieles, aber auch nicht alles und muss der Blinddarm raus, dann wird das im Spital Oberwart passieren. Dafür wird das kaputte Knie dann im Krankenhaus Güssing repariert. Ein schwacher Trost!