Irgendwann ist Grenze erreicht. Michael Pekovics über die Sinnhaftigkeit von Kleinstschulen mit weniger als zehn Kindern.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 07. Februar 2018 (04:39)

In den beiden Volksschulen Moschendorf und Großmürbisch wird es im kommenden Schuljahr nur je sieben Schüler geben – insgesamt wohlgemerkt, in allen vier Schulstufen. Nun hat aber jede Gemeinde laut Gesetz das Recht auf eine Volksschule, die Grenze von mindestens zehn Kindern bezieht sich nur auf Volksschulen in den Ortsteilen.

Versetzt man sich in die Lage der Bürgermeister, ist es nur selbstverständlich, dass diese „ihre“ Schulen um jeden Preis erhalten wollen, sind sie doch in vielen Orten nicht nur Bildungseinrichtung sondern auch Kommunikationszentrum. Angesichts der demografischen Entwicklung werden auf kurz oder lang aber weitere Schulen zusperren müssen, daran wird kein Weg vorbeiführen – vor allem in kleinen Gemeinden, die massiv mit Abwanderung zu kämpfen haben.

Außerdem stellt sich die Frage, wie pädagogisch wertvoll der Unterricht sein kann, wenn man kaum oder nur sehr wenige Mitschüler im gleichen Alter hat. Natürlich liegt die Qualität des Unterrichts zuallererst in den Händen der Pädagogen. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der Schulerhalt um jeden Preis an seine Grenzen stößt.