Jede Menge für die Waagschale. Bernhard Fenz über die Verpflichtung von Franz Lederer als Trainer in Draßburg.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 19. Dezember 2018 (00:56)

Rechtzeitig vor Weihnachten bestätigte Burgenlandligist ASV Draßburg mit Franz Lederer als neuen Cheftrainer einen spektakulären Transfer. Der Ex-Bundesliga-Coach steigt somit in der vierthöchsten Leistungsstufe wieder in das Fußballgeschäft ein. Lederer ist nach über 16 Jahren beim SV Mattersburg (Co-Trainer, Trainer, Sportlicher Leiter) und zuletzt einem knappen halben Jahr Stehzeit somit wieder bei einem Klub tätig – unter anderen Voraussetzungen, versteht sich.

Der langjährige Profi ist nun bei einem (höherstehenden) Amateurverein im Einsatz. Er werde auch, wie er klarstellt, keinen Heiligenschein tragen, wenn er als neuer Coach den mit sieben Punkten Vorsprung überlegenen Leader übernimmt.

Klar, die Gefahr etwaiger Überheblichkeit bestünde. Nicht weniger als achteinhalb Jahre stand er in der ersten Reihe des Bundesligisten, das sind über 330 Spiele als grün-weißer Cheftrainer.

Trotzdem zählt diese Vita auf der Visitenkarte nichts, wenn jetzt der Erfolg mit dem ASV ausbleibt. Franz Lederer weiß, dass seine Ära in Draßburg bei Null beginnt. Und dass die vielen Jahre beim SVM Vergangenheit sind. Was einzig zählt, ist die Aufstiegs-Mission in der Burgenlandliga und in weiterer Folge die Etablierung in der Regionalliga Ost. Dafür kann und wird er seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen – zum einen natürlich für seinen neuen Verein, zum anderen, um auch sich selbst neu zu positionieren.