Kein Mut zur Veränderung. Über den Ausgang der Volksbefragung im Bezirk Güssing

Von Carina Fenz. Erstellt am 01. Juli 2021 (05:53)

Nicht, dass die Güssingerinnen und Güssinger nichts Neues zulassen würden, aber das doch recht eindeutige Votum der Volksbefragung für das Kulturzentrum zeigt, dass man gewohnte Pfade im Bezirk nicht verlassen will. 3.198 Personen (58,92%) haben sich für den Ausbau des KUZ zum Veranstaltungszentrum für den Bezirk ausgesprochen, 2.230 (41,08%) wollten die Burg-Variante. Geplant ist jetzt ein Architekturwettbewerb — auch das Denkmalamt wird eingebunden.

Denn aller Voraussicht wird das Gebäude — wie viele andere im Brutalismus errichtete Gebäude — unter Denkmalschutz gestellt. Was das Ergebnis der Volksbefragung aber auch eindeutig zeigt, ist, dass sich die Güssinger hinsichtlich zukünftiger Bauruinen in der Stadt ihre Gedanken gemacht haben. Die Burg wird es als historisches Denkmal ewig geben und damit sind auch ständige Investitionen die logische Schlussfolgerung. Die Sanierung des wohl bald denkmalgeschützten KUZ wäre bei Nichtberücksichtigung ziemlich sicher auf die lange Bank geschoben worden. Was dann geblieben wäre?

Der geschlossene Aktivpark auf der einen Straßenseite und der denkmalgeschützte renovierungsbedürftige Betonbunker des KUZ auf der anderes Seite.