Konkurrenten auf Kuschelkurs. Über den Wahlkampf in Heugraben, der ohne Untergriffigkeiten auskommt

Von Carina Fenz. Update am 26. August 2021 (06:36)

Am Freitag, dem 27. August und am Sonntag, dem 5. September dürfen etwas mehr als 200 Wahlberechtigte in Heugraben über einen neuen Bürgermeister abstimmen. Die Neuwahl wurde notwendig, nachdem der bisherige Bürgermeister Mario Faustner (ÖVP) Anfang April aus persönlichen Gründen sein Amt zurückgelegt hatte.

Die Amtsgeschäfte führt seitdem der vorherige Vizebürgermeister Walter Zloklikovits (SPÖ). Er tritt auch für seine Partei als Spitzenkandidat an. Sein Kontrahent: Manfred Orsolits, der für die ÖVP ins Rennen geht. Im Wahlkampf setzten beide Kandidaten auf das persönliche Gespräch. Sachpolitik soll vor Parteipolitik stehen und das Miteinander soll stets bewahrt werden. Ein Wahlkampf, der trotz des überschaubaren Stimmenanteils vorbildlich ist. So ganz auf Untergriffigkeit zu verzichten nimmt der Brisanz — ob die VP ihren Bürgermeistersessel verteidigt oder die SPÖ eine neue Gemeinde erobert — aber auch ein wenig den Wind aus den Segeln.

Das ist aber auch gescheit. Denn es kommt der Tag nach der Wahl, an dem man wieder zusammenarbeiten muss und nach dem vorzeitigen Rücktritt, der ein wenig Staub aufgewirbelt hat, ist der Kuschelkurs für Heugraben kein Nachteil.