Leidtragend sind die Menschen. Über die Dauerbaustelle „Sonnenresidenz“ und Fehler aus der Vergangenheit

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. Juli 2019 (03:55)

Die Sonnenresidenz Eberau — eine Wohnhausanlage für Senioren mit 100 betreubaren Wohnungen, Supermarkt, Ärztezentrum und Veranstaltungssaal — hätte seit knapp drei Jahren die größte Baustelle des Landes sein sollen. Mittlerweile haben die Bagger zwar ordentliche Arbeit geleistet, aber große sichtbare Ergebnisse sind ausgeblieben.

In der Bevölkerung gibt es viel Misstrauen, viele glauben nicht mehr an eine Umsetzung. Aktuell kämpft der Investor mit neuen Problemen. Ein Teil der Flächenwidmung ist nicht durchgegangen, der geplante Supermarkt und der Veranstaltungssaal wurden nicht genehmigt. Der Grund: Die Gemeinde hat zu viele Baulandreserven, um neue Flächen zu widmen.

Für Bürgermeister Johann Weber ein „historisch bedingtes“ Problem, da in früheren Zeiten zu viel gewidmet wurde. Für den Investor, der mittlerweile mehrere Millionen Euro in die Vorbereitungsarbeiten investiert hat, aber ein viel Erheblicheres, auch wenn er nach wie vor an der Umsetzung festhält. Für das Projekt heißt es jetzt wieder „Zurück an den Start“.

Leidtragend ist aber vor allem die Bevölkerung, die für die Fehler der Vergangenheit bezahlen muss und auf nötige Infrastruktur verzichten muss.