Narren müssen Pause machen. Über die fehlende Disziplin in der fünften Jahreszeit, dem Fasching

Von Carina Fenz. Erstellt am 22. Januar 2020 (03:19)

Wegen derRücksichtslosigkeit von so manchem Besucher, wird jetzt auch den anderen der Spaß genommen. Die Rede ist vom Faschingsumzug in Stegersbach, der heuer nicht stattfindet. Schluss mit lustig, kündigt nämlich die Stegersbacher Faschingsgilde an, die die Notbremse zieht und das vorläufige Aus für den Umzug ankündigt.

Die Gründe sind vielseitig, denn das eigentlich lustige Spektakel wurde in den letzten Jahren immer von größeren Problemen überschattet. Müllberge, das nicht eingehaltene Glasflaschenverbot und übermäßiger Alkoholkonsum, der für zahlreiche Rettungseinsätze sorgte, waren der Auslöser für die Absage. Ein Problem, von dem auch der Sportverein Jennersdorf, der den größten Umzug im Südburgenland veranstaltete, ein Lied singen kann. Anders als in Stegersbach hat man sich in Jennersdorf geeinigt, nur die Route zu ändern und die Faschingsnarren zu späterer Uhrzeit nicht mehr innerstädtisch, sondern an der Stadtgrenze weiterfeiern zu lassen. Auch wenn für den Umzug in Stegersbach erst mal die letzte Stunde geschlagen hat, kann man hoffen, dass die Disziplin der Menschen auf Großveranstaltungen zunimmt. Dann kehrt die fünfte Jahreszeit vielleicht wieder nach Stegersbach zurück.