Postenschacher, nein danke!. Carina Fenz über eine politisch motivierte Direktoren-Besetzung.

Von Carina Fenz. Erstellt am 14. November 2018 (03:56)

Nur wenige Standorte in Österreich haben die Möglichkeit genutzt, sogenannte Schulcluster zu bilden, mit Ausnahme des Burgenlandes, wo es seit dem neuen Schuljahr gleich vier Cluster gibt. Damit nimmt das jüngste Bundesland eine zentrale Rolle im 2017 beschlossenen Schulautonomiepaket ein und beweist wieder einmal großen Fortschritt.

In der Polytechnischen Schule Stegersbach hat man sich seitens des Landes aber nach der Pensionierung des Direktors gegen eine „Verclusterung“ entschieden und einen „roten“ Vizebürgermeister mit der Schulleitung betraut, obwohl die Schule mit lediglich zwei Klassen dafür prädestiniert gewesen wäre. Ein Schuss, der nach hinten losging, denn die „schwarze“ Lehrergewerkschaft ortete daraufhin einen „Postenschacher“, was den neuen Direktor dazu veranlasste sein Amt doch nicht anzunehmen. Während der Pädagoge mit dem Argument, seine Kompetenz nicht in Frage stellen zu lassen, in seiner Entscheidung eindeutig Rückgrat bewiesen hat, ist das Land jetzt in Erklärungsnot. Was wieder einmal beweist, dass politisch motivierte Postenbestellungen nichts Gutes bringen, vor allem nicht auf dem Rücken der Schüler.