Qualität, die man schmecken muss. Carina Fenz über die Gefahr von Quantität statt Qualität beim Uhudler.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. August 2018 (03:45)

Man kann lange über Uhudler philosophieren oder ihn einfach trinken und seine Freude daran haben. Im Südburgenland hat die legendäre Rebsorte längst Kultstatus erreicht und ist in aller Munde. Egal ob Wein, Saft oder Tee: Wo Uhudler drauf steht, da muss auch Qualität drinnen sein. Der Hype, bringt aber mit sich, dass immer mehr Produzenten auf den Uhudler-Zug aufspringen, vor allem weil er einen nicht unwesentlichen Erwerbszweig darstellt. Aufgrund der Aufnahme von Uhudler-Rebsorten in die Rebsortenklassifizierung wurden in den letzten Jahren vermehrt Flächen ausgepflanzt. Aus rund 57 Hektar im Jahr 2016, sind rund 90 Hektar Uhudler geworden.

Was die Neo-Uhudler-Winzer dabei aber auf keinen Fall vergessen dürfen, die Qualität im Glas muss immer vor der Quantität kommen. Um das auch weiterhin zu gewährleistet bietet die Landwirtschaftkammer in Zusammenarbeit mit dem Uhudler-Verein eine Seminarreihe an, in welcher die einzelnen Produktionsschritte des Weinmachens unterrichtet werden. Das ist wichtig, denn mittlerweile identifiziert man sich in der Region mit dem Uhudler — aber nur, weil die Qualität immer gut war.