Realpolitik sieht anders aus

Über eine nicht enden wollende Debatte im Güssinger Gemeinderat.

Erstellt am 12. November 2020 | 05:02
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Die Stadt Güssing hat derzeit mit mehreren Baustellen zu kämpfen. Zum einen der Rathausumbau — der aber gut voranschreitet — zum anderen, der mittlerweile geschlossene und zum Verkauf stehende Aktiv Park und das Kulturzentrum Güssing, welches auch schon in die Jahre gekommen ist.

Bereits vor mehreren Monaten hat Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) angekündigt, entweder die Burg oder das KUZ als große Veranstaltungslocation für den Bezirk auszubauen. Doskozil hat auch für 2021 eine Volksbefragung in dieser Causa angekündigt.

Für ÖVP-Vizebürgermeister Alois Mondschein ist die Forderung von Doskozil — entweder Investition in Burg oder KUZ — nicht tragbar. Er will vom Land die Zusage, die Burg und das KUZ auszubauen. In die Mangel nimmt er dafür Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ), dem er Verrat an der Stadt vorwirft, da Knor und seine SPÖ dem ÖVP-Antrag nicht zugestimmt haben. Für Stadtchef Knor steht aber klar fest, dass schon alleine die Zusage von Doskozil, in ein Projekt in Güssing zu investieren, bedeutsam ist.

Das Geld für große Investitionen in beide Projekte wären ohnehin nur ein Wunschtraum, der mit Realpolitik wenig zu tun hat. So ehrlich muss man in der Causa leider auch sein.