Sachpolitik statt Parteipolitik. Über die Debatte für ein Landeskulturzentrum in Güssing.

Von Carina Fenz. Erstellt am 09. Juli 2020 (03:45)

Eine Anfrage von Walter Temmel (ÖVP) im Landtag sorgt in Güssing wieder einmal für politischen Zündstoff. Angespielt auf die Präsentation des Regierungsprogrammes im Februar, wo festgelegt wurde, dass es in jedem Bezirk ein Landeskulturzentrum geben soll (die BVZ berichtete), wollte Temmel von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) wissen, wie der Plan betreffend der Investitionen in Burg oder Kulturzentrum aussieht.

Die Antwort von Doskozil war klar: Entweder kommt die Sanierung der Burg oder des KUZ. Güssings Vizebürgermeister Alois Mondschein nutzte gleich die Gunst der Stunde, um seine Pläne für ein Veranstaltungszentrum auf der Festwiese ins Spiel zu bringen, mitsamt der Forderung, Sanierungsmaßnahmen auf der Burg durchzuführen und statt des geplanten Volksschulneubaus die Volks - und Musikschule im KUZ unterzubringen. Viele Pläne, die viel Geld kosten, egal. Darüber mitentscheiden, wo in Zukunft in der Stadt Kultur erlebbar gemacht wird, soll aber die Bevölkerung, geht es nach Doskozil. Ein Zeichen dafür, dass die Ankündigung kein Luftschloss ist und Sachpolitik mehr gefragt ist, als parteipolitisches Geplänkel. Darum geht es im Projekt nämlich am wenigsten.