Südburgenland ist Uhudler. Über den Uhudler, der mittlerweile als echtes Markenzeichen gilt

Von Carina Fenz. Erstellt am 11. Dezember 2020 (03:10)

Leicht hatte es der Uhudler nie. Egal, ob in jenen Zeiten, in denen er als „Heckenklescher“ verschrien war oder als es dann um die Legalisierung des Südburgenländischen Kultgetränks ging.

Mit der Aufnahme von vier Sorten ins Burgenländische Weinbaugesetz ist der Uhudler endlich seit dem Frühjahr 2016 rehabilitiert. Auch das Auspflanzverbot wurde mit jener Gesetzesänderung aufgehoben. Aktuell sorgt der Uhudler wieder für Debatten. GRÜNE und SPÖ sorgen sich, dass, zumindest wenn es nach dem EU-Ministerrat gehe, die Traube aus der Verordnung über die Gemeinsame Marktorganisation (GMO) gestrichen werden soll.

Würde bedeuten, dass der Uhudler nicht mehr als Wein, sondern als Obstwein deklariert werden müsste — eine Lösung, die die ÖVP immer als die Bessere ansah. Mit einer Novelle zum Weingesetz hat der Nationalrat auch im Jahr 2016 diesen Schritt zur rechtlichen Absicherung des Uhudlers gesetzt. Am Geschmack des Uhudlers, der längst zum Markenbotschafter des Südburgenlandes geworden ist, würde die Obstweinlösung zwar nichts ändern, wichtiger ist aber, dass der Uhudler mittlerweile zum Markenbotschafter des Südburgenlandes geworden ist und daran kann die EU nicht rütteln.