Unverhofft kommt oft - oder?

Über den Wahlausgang im Bezirk Güssing

Dorothea  Müllner-Frühwirth
Dorothea Müllner-Frühwirth Erstellt am 29. Januar 2020 | 04:25
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Der Jubel war groß, die Sektkorken knallten. Das große Tief, durch das die SPÖ in der EU- und Nationalratswahl wandelte, wurde im Burgenland zu einem unglaublichen Hoch umgekehrt, von dem nicht einmal die Funktionäre aus den eigenen Reihen zu träumen gewagt hätten. Hans Peter Doskozil, seines Zeichens Südburgenländer, hat verstanden das Land zu einen. Kein Nord-Süd-Konflikt, gleiche Pflegebedingungen von Eisenstadt bis Jennersdorf, ebenso der Gratis-Kindergarten von Parndorf bis nach Tschanigraben. So erfuhr die SPÖ einen unglaublichen Schwung und ließ mit einem Plus von über acht Prozent im Bezirk die ÖVP weit abgeschlagen zurück.

Dabei kamen die Türkis-Schwarzen im Vergleich zur Landtagswahl 2015 eigentlich recht glimpflich davon. Damals hatten sie einen Verlust von über acht Prozent zu beklagen. Dagegen sind die derzeitigen Minus 0,45 Prozent doch ein recht passabler Schnitt. Aus ÖVP-Sicht ist das Ergebnis trotzdem enttäuschend, man konnte nicht dem Bundestrend der beiden vorangegangenen Wahlen folgen. Da kann man schon verstehen, dass die Hoffnungen schwer enttäuscht wurden. Im Burgenland kommt es eben halt doch öfter anders, als man denkt.